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Die Geschichte des Tennissports


Wo und wann entstand Tennis?

 

Erst später fand Tennis dann seine weitere Ausbreitung nach England und Schottland. Das Ursprungsland dieses Ballspieles ist Frankreich.

 

Tennisschläger mit Ball
 

Die Wurzeln der Sportart Tennis reichen bis in das 13. und 14. Jahrhundert zurück. Damals diente der Innenhof eines Klosters als Spielstätte. Tennisschläger waren damals noch gänzlich unbekannt, die Bälle wurden ausschließlich mit der Hand gegen eine Wand geschlagen. Diese Wand verlief immer entlang des Spielfeldes. Waren Zuschauer anwesend, so saßen sie auf der Seite gegenüber. Das Spielfeld wurde durch Linien geteilt. Die Tennisbälle, welche entweder aus Leder oder Kork bestanden, wurden noch bis zum Jahre 1495 ausschließlich mit der Hand geschlagen. Damals war Tennis ein Privileg des Adels und der Mönche.

 


Erst später spielten auch ganz normale Bürger. Ihnen dienten Kirchenhöfe, Ballplätze oder Ballspielhäuser als Tennisplätze. Die Wände auf diesen Plätzen waren meist dunkel. Als Kontrast dazu trugen die Spieler weiße Kleidung. Dies war mitentscheidend dafür, dass die Sportart Tennis auch den Beinamen "weißer Sport" bekam. Die Tennisspieler begann bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts, sich in Tennisclubs zu organisieren. Im Jahre 1464 fand dann das erste offizielle Tennisturnier in Brügge statt. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Technik des Tennisspiels kontinuierlich weiterentwickelt. Die Bälle wurden nun nicht mehr mit der Hand geschlagen, sondern es kamen Tennisschläger, welche meist aus Holz bestanden, zum Einsatz.

 

Tennis fand nun seine Verbreitung in nahezu allen Bevölkerungsschichten. Es entstanden zahlreiche neue Tennisplätze und Tennishallen an den verschiedensten Orten, zum Beispiel auch an Universitäten. Im 16. Jahrhundert wurde die Qualität der Bälle und Schläger weiter verbessert. Es war üblich, die Bälle mit einem weißen Tuch zu überziehen.

 

 

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Im 17. und 18. Jahrhundert fand eine gegenläufige Bewegung zu den letzten beiden Jahrhunderten statt. Tennis wurde nun wieder zu einem Privileg des Adels. Vor allem in seinem Ursprungsland Frankreich ging die Bedeutung des Tennissports deutlich zurück. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und unter anderem auch in den Ereignissen der französischen Revolution zu suchen.

 

Einen deutlichen Aufschwung fand das Spiel aber in England und Schottland. Hier wurde im 18. Jahrhundert von Major Walter C. Wingfield das Rasentennis eingeführt. Als Spielbälle dienten nun hohle Gummibälle und in der Mitte des Platzes wurde ein Netz aufgestellt, genau so, wie es heute noch praktiziert wird. Bald fanden die ersten bedeutenden Tennisturniere auf den Rasenplätzen statt. Das erste Turnier wurde im Jahre 1877 vom All England Croquet and Lawn Tennis Club veranstaltet. Die Form der Bälle wurde immer weiter verbessert. Bald wurden sie mit weißem Flanell umhüllt. Als Tenniskleidung bei den Herren waren damals weiße lange Hosen und Hemden sowie bei den Damen lange weiße Kleider und Schuhe mit hohen Absätzen vorgeschrieben. Dies war auch die offizielle Turnierkleidung.

 

Tennis in Deutschland

 

Die ersten offiziellen deutschen Tennismeisterschaften bei den Herren wurden im Jahre 1892 ausgetragen, bei den Damen dann im Jahre 1896. 1902 fand in Berlin die Gründung der ersten deutschen Tennisvereinigung, des Deutschen Lawn tennis Bund, statt. Diese Vereinigung ist der unmittelbare Vorläufer des noch heute bestehenden Deutschen Tennisbundes (DTB). Der Tennis-Weltverband ITF wurde im Jahre 1913 in Paris gegründet. Seit Mitte der 1920er Jahre gibt es auch Profi-Tennisturniere. Der Deutsche Tennisbund kann auf eine sehr wechselvolle Geschichte zurückblicken. In den ersten Jahren wurde die deutsche Tennisszene eindeutig von dem Spieler Otto Froitzheim dominiert. Er wurde mehrmaliger Internationaler Deutscher Meister und im Jahre 1912 konnte er sogar den Weltmeistertitel erringen. Nach einem Boom in den 30er Jahren kam dann der Tennissport infolge des Zweiten Weltkrieges fast vollständig zum Erliegen. So musste nach 1945 ein völliger Neustart in Angriff genommen werden. 1948 fand unter sehr schwierigen Bedingungen in Rothenbaum wieder das erste Spiel um die Internationale Deutsche Meisterschaft statt und im Jahre 1949 kam es zur Neugründung des Deutschen Tennisbundes.


Die Beliebtheit der Sportart Tennis stieg in den Folgejahren ständig an und erreichte in den 1980er Jahren, vor allem bedingt durch die großartigen Erfolge von Steffi Graf und Boris Becker, einen vorher nie gekannten Höhepunkt. So stieg die Mitgliederzahl im DTB auf über eine Million an. Schätzungsweise spielen ca. 4 Mio. Menschen in Deutschland Tennis. Tennis ist heute die beliebteste Ballsportart. Die Mitgliedsbeiträge in den Vereinen des Deutschen Tennisbundes sind relativ moderat, sodass hier Spieler aus nahezu allen Bevölkerungsschichten anzutreffen sind. Tennis ist längst kein Elitesport mehr. Es hält fit und auch der Spaß und die Geselligkeit kommen nicht zu kurz. Beim Spiel werden vor allem Ausdauer, Reaktionsfähigkeit und Koordination geschult. Ambitionierte Hobbysportler können auch an Turnieren und Wettkämpfen teilnehmen.

 

 

 


 

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