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Schweinegrippe


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Grippeschutzmittel, Impfung & Ansteckung
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Seit heute ist sie nun auch offiziell in Deutschland angekommen - die Schweinegrippe.
Wir erklären Ihnen, was zu beachten ist und warum noch kein Grund zur Panik besteht.

 

 

 

OP-Schutzmaske


Deutschland im Schweinegrippe-Fieber?

 

Aufruf zur Vorsicht berechtigt oder alles nur Panikmache?

 

Mittwoch, 29.04.2009 - Aktuellsten Meldungen zufolge hat die Schweinegrippe nun definitiv die Bundesrepublik Deutschland erreicht. Es gibt seit heute drei Fälle, die offiziell bestätigt sind. Eine akute Lebensgefahr besteht jedoch bei keinem der Fälle. Es ist derzeit davon auszugehen, dass diese Form der Grippe sich in etwa so auswirkt und verhält, wie die konventionelle Influenza. Es handelt sich bei den infizierten Deutschen um einen Fall aus Hamburg, sowie zwei aus Bayern. Alle drei Personen haben sich bei einem Aufenthalt in Mexiko angesteckt. Seit heute werden an den Flughäfen alle Maschinen, die aus Mexiko kommen von Mitarbeitern des Gesundheitsministeriums empfangen, die alle Passagiere noch an Bord auf Verdachtsmomente überprüfen wollen. Nach Aussagen von Experten handelt es sich bei dem Begriff "Schweinegrippe" um eine irreführende Bezeichnung. "Mexikanische Grippe" oder auch "Neue Grippe" würde diese Krankheit treffender beschreiben, denn laut Aussagen der "Weltorganisation für Tiergesundheit" beinhaltet der Virus A/H1N1 nicht nur Bestandteile von Schweinen, sondern auch von Vögeln und Menschen.

 

Ein Grund zur Panik besteht derzeit definitiv nicht! Da in Deutschland jährlich mehrere tausend Menschen an der konventionellen Grippe (Influenza) sterben, sollte man hier in erster Linie besonnen reagieren, denn zahlreiche Menschen lassen sich nicht einmal aufgrund dieser Tatsache gegen die normale Grippe impfen. Der Impfstoff für die herkömmliche Grippe wird jedes Jahr erneuert, da sich die Grippe stetig durch Mutation verändert. Im Moment wird überprüft, welcher konventionelle Impstoff am besten gegen die neuartige Schweinegrippe wirkt. Ein speziell auf diese Grippe zugeschnittener Impstoff könnte in ca. drei bis sechs Monaten zur Verfügung stehen. In den USA spricht man von September. Um einer möglichen Pandemie aber vorzubeugen, trifft Deutschland alle notwendigen Maßnahmen und sollte, dank des bestehenden gesundheitstechnischen Niveaus, auch gut für einen Ernstfall gerüstet sein.

 

Bei Fragen zur Schweine-Grippe hilft Ihnen die eigens eingerichtete Hotline des Gesundheitsminsiteriums, die von

8:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter 0180 3 100 210 (neun Cent pro Minute, abweichende Tarife aus dem Handynetz) erreichbar ist.

 

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

 

Das Virus der Neuen Grippe wird mittels Tröpfcheninfektion auf andere Menschen übertragen. Die geschieht u. a. durch Husten und Niesen sowie durch Hautkontakte zu Menschen (z. B. Händedruck) oder zu infizierten Gegenständen (Türgriffe, Tassen, Essbesteck etc.). Zuerst einmal sollte man auf alle notwendigen hygienschen Maßmnahmen zurückgreifen und beispielsweise regelmäßig die Hände waschen (nach der Toilette, nach Kontakt mit anderen Personen, vor dem Essen etc.) sowie unnötiges Händeschütteln, Küssen und Menschenansammlungen vermeiden.

 

Foto: Impfung durch Ärztin

Zudem sollte man sich mit ungewaschenen Händern bzw. Fingern nicht an die Schleimhäute (z. B. Mund, Nase, Augen) fassen. Ob ein konventioneller Mundschutz bzw eine OP-Schutzmaske generell von Nutzen ist, darüber lässt sich derzeit noch streiten. OP-Masken wurden nicht entwickelt, um den Arzt vor Viren zu schützen, sondern um den Patienten und dessen OP-Wunde vor eventuellen Keimen und Bakterien des Arztes zu schützen. Wenn, dann sollte jedenfalls die höchste Schutzklasse gewählt werden, da Viren sonst trotzdem durchdringen können. Mehr Infos zu Schutzmasken >>


Bin ich infiziert? Woran erkennt man die Schweine-Grippe?

 

Laut jüngsten Aussagen von Experten beginnt die Schweinegrippe mit grippeüblichen Symptomen, die fast anfallartig ausgelöst werden. Hierzu können Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost, trockener Husten, Hals- und Kopfschmerzen sowie auch Kreislaufstörungen zählen. Besonders bei Kindern können auch Übelkeit und Erbrechen auftreten. Im Falle eines Verdachts sollte man sofort seinen Arzt aufsuchen, um einen Grippe-Schnellcheck durchführen lassen, der im positiven Fall dann durch einen weiteren Test ergänzt wird. Der definitve Virustyp wird dann durch ein Speziallabor ermittelt. Sobald man den Virus im Körper hat, kann man andere Menschen anstecken, auch wenn man selber noch keine Symptome verspürt.


Ist Schweinefleisch ansteckend?

 

Bislang sind keinerlei Fälle bekannt, bei denen die Neue Grippe durch Schweinefleisch übertragen wurde. Wer dennoch auf Nummer sicher gehen möchte, sollte das Fleisch mindestens 3 Minuten über 70° C erhitzen. Ein evtl. vorhandenes Virus wäre dann nicht mehr überlebensfähig.

 

Grippemittel - welche können helfen?

 

Bislang steht leider noch kein Impfstoff gegen den H1N1-Virus zur Verfügung. Bei vielen Menschen können aber auch die rezeptpflichtigen Grippemittel Relenza und Tamiflu binnen 24 Stunden nach der Erstinfektion helfen und zudem auch präventiv wirken (eine Wirksamkeit ist abhängig von der jeweiligen körperlichen bzw. gesundheitlichen Verfassung). Ob ein konventionelles Grippemittel helfen kann, diese Entscheidung sollten man aber dennoch unbedingt dem Arzt seines Vertrauens überlassen und keine Alleingänge wagen.

 



 

 

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