Welche Chancen haben die Deutschen
Sportler bei Olympia?
Infos zu den möglichen Medailienanwärtern
bei der Olympiade in Peking
Im Jahre 2008 wird die Olympiade das
erste Mal in China, dem "Reich
der Sonne" stattfinden. Mit über
1,3 Milliarden Einwohnern ist China
das bevölkerungsreichste und flächenmäßig
das drittgrößte Land der
Welt. Seit China 2001 den Zuschlag als
Austragungsort erhielt, unternahm das
Land gewaltige Anstrengungen, um sämtliche
Auflagen zu erfüllen und die Spiele
2008 zu einer Olympiade der Superlative
werden zu lassen. Die ganze Welt ist
nun gespannt und sitzt bereits in den
Startlöchern. Trotz aller Turbulenzen
und politischer Unstimmigkeiten werden
die Spiele nun vom 8. bis zum 24. August
2008 in Peking stattfinden. Die ganze
Welt darf gespannt sein, wie sich China
als Gastgeberland präsentiert und
wie wohl sich sowohl Sportler, als auch
Zuschauer in dem Land fühlen werden.
Aus deutscher Sicht darf man sich
auf so einige Medaillenhoffnungen freuen
und gespannt sein, welche Sportlerinnen
und Sportler eine oder vielleicht sogar
mehrere Medaille(n) wertvoller Edelmetalle
mit nach Hause bringen.
Die heissesten Medaillenanwärter
aus Deutschland möchten wir Ihnen
gerne in folgendem Artikel näher
beschreiben:
Am 8. August ist es
endlich soweit: Die Olympischen Spiele
2008 werden in Peking eröffnet.
Als 198. Mannschaft werden die 436 Olympia-Teilnehmer
aus Deutschland bei der Eröffnungsfeier
einmarschieren. Darunter sind viele
Athleten, die sich Hoffnungen auf Medaillen
machen. Zu Recht. Die renommierte Wirtschaftsprüfungs-
und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers
hat ein Modell errechnet, wonach deutsche
Sportler 43 Medaillen erringen werden.
Das olympische Komitee NOK erhofft sich
ähnlich viele Medaillen wie bei
den letzten olympischen Spielen 2004
in Athen. Dort errangen deutsche Sportler
49mal Edelmetall. In welchen Disziplinen
aber ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten,
dass ein deutscher Athlet Gold, Silber
oder Bronze holt?
Als Medaillenaspiranten werden zuerst
Sportler genannt, die in ihren Disziplinen
bereits internationale Erfolge verbuchen
konnten. Das sind unter anderem Weltmeister
wie Fabian Hammbüchen
(Turnen) und Daniel Unger
(Triathlon), dann Europameister Andreas
Dittmer (Kanu) und Weltmeisterinnen
Franka Dietzsch und Betty
Heidler (Hammerwurf).
Auch die Reiter und Reiterinnen
machen sich große Hoffnungen auf
das begehrte Edelmetall. Ebenso wie
die Fußball-Damen und
die Hockey-Damen und
– Herren haben sie eine Olympiamedaille
fest eingeplant.
Nicht zu vergessen die beliebten Handballer
um Henning Fritz und
Johannes Bitter, die
beiden hochdekorierten Torwarte des
Teams und Garanten für den Erfolg.
Bleiben die Stammspieler Oliver
Roggisch, Andrej Klimovets
und Christian Schwarzer
von Verletzungen in Peking verschont,
so kann sich die Mannschaft begründete
Hoffnung auf den Titel als Olympiasieger
machen.
|
|
| |
|
|
Dies gilt übrigens ebenso für die
Fußballerinnen um Birgit
Prinz – Sie sind einmal wieder
Deutschlands größte Hoffnung auf
eine Goldmedaille. Doch auch im Hockey
sind deutsche Sportler führend.
Sowohl die Damen als auch die Herren machen
sich Hoffnungen auf Gold.
Nicht alle Disziplinen sind gleichermaßen
publikumswirksam und so sollte sich das Augenmerk
neben den bewährten Sportarten Reiten,
Schießen, Fußball, Handball, Kanu,
Kajak, Canadier, Hockey, Bahnradfahren und Fechten
auch auf den Beachvolleyball, das Turmspringen,
Segeln und die Mountainbike-Wettbewerbe richten.
In all diesen Disziplinen nämlich gibt
es deutsche Medaillenanwärter. Sabine
Spitz (Mountainbike), Hannes
und Jan-Peter Peckolt sind
Namen, die man sich merken sollte.
Im Beachvolleyball kämpfen
Laura Ludwig und Sara
Goller, Okka Rau und
Stephanie Pohl ebenso wie Christoph
Dieckmann und Julius Brink
um einen der vorderen Plätze.
Nicht vergessen werden dürfen die typisch
deutschen Disziplinen wie Degenfechten,
Florett, Degen und Säbel,
in denen deutsche Sportler schon immer führend
waren. Imke Duplitzer (Degenfechten),
Britta Heidemann (Degen), Nicolas
Limbach (Säbel) und Peter
Joppich (Florett) sowie Benjamin
Kleibrink (Florett) kämpfen sicher
um Medaillen mit.
Was wir in diesem Jahr von den Schwimmern und
Schwimmerinnen erwarten dürfen, bleibt
abzuwarten. Sicher aber ist eines: die Schwimmwettbewerbe
gehören mit zu den beliebtesten olympischen
Disziplinen und sind der Zuschauermagnet schlechthin.
Drücken wir den Startern aus Deutschland
die Daumen.
Eine schon fast sicher geglaubte Goldmedaille
für Deutschland steht leider schon wieder
in den Sternen: Irina Mikitenko,
unsere größte Hoffnung auf eine Goldmedaille
im Marathon, klagt über starke Rücken-
und Fußbeschwerden und wird erst kurzfristig
über ihre Teilnahme an den olympischen
Wettbewerben entscheiden.
Auch die Diskussionen über die Form des
Deutschland-Achters im Rudern reißen
nicht ab. Sicher ist aber, dass Deutschland
einen Anspruch auf die zu vergebenden Medaillen
im Kanu, Kajak, Rudern und Canadier erheben
wird.
Gleiches gilt für die Wettbewerbe im Reiten,
ob in der Dressur, im Military oder im Springreiten.
Hier kämpfen deutsche Reiter ganz klar
um einen Platz ganz oben auf dem Treppchen.
Isabell Werth, Ludger
Beerbaum, Marco Kutscher,
Christian Ahlmann und Meredith
Michaels-Beerbaum kämpfen um Gold.
Sie zählen ebenso wie viele andere Athleten
des deutschen Olympiakaders zu den bewährten
Topsportlern des Teams, auf die man nicht verzichten
kann. Durch ihre konstant hohe Leistung beweisen
sie seit Jahren, dass es sich immer lohnt, sie
mitzunehmen. Zu ihnen zählen an vorderster
Front auch Steffi Nerius und
Christina Obergföll (beide
Speerwerfen), Nadine Kleinert
(Kugelstoßen), Betty Heidler
(Hammerwurf) und Danny Ecker sowie
Tim Lobinger (beide Stabhochsprung).
Im Tischtennis will Timo
Boll sowohl im Einzel als auch in der
Mannschaft um eine Medaille kämpfen.
Und auch Lilli Schwarzkopf
kann bei guter Leistung im Siebenkampf der Frauen
ganz vorne mit dabei sein.
Gewichtheber Matthias Steiner trauen
die Experten sogar eine Goldmedaille zu.
Zu hoffen bleibt, dass auch der ein oder andere
unbekanntere Sportler die olympischen Spiele
nutzt, um mit seiner Leistung zu überzeugen
und endlich die Belohnung für jahrelanges,
hartes Training zu bekommen. Der Zuschauer jedenfalls
würde es sich wünschen. Schöne
Spiele in Peking sind eine Sache, aber der Sieg
im Wettkampf mit den Weltbesten ist das, was
letztendlich zählt. Der oder die Beste
sollen gewinnen, aber es wäre schön,
wenn unter diesen möglichst viele Sportler
aus Deutschland sind. Ihnen drücken die
Zuschauer hierzulande besonders fest die Daumen.
Mögen wir alle im Geiste Olympias sportlich
faire und friedliche Spiele in Peking erleben.