Das neue Google-Handy - Smartphone für
Internetfreaks
"Nexus One" heißt das neue Smartphone
von Google™ Was kann es, womit hebt es sich
von den anderen Smartphones ab und für wen
empfiehlt es sich?
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Das Google-phone "Nexus One" erscheint
im Frühjahr 2010 auch auf dem deutschen
Markt
Wenn Google ruft, kommen
die Gäste: Das war bereits bei der
ersten Handy-Neuerscheinung des
Googlephones (Anfang 2009) schon so. Auf
einer Pressekonferenz, die nur wenige Tage
vor der Eröffnung der diesjährigen
CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas
stattfand, stellte der Suchmaschinenprimus
nun sein erstes Smartphone vor. Es hört
auf den Namen „Nexus One“ und
wird zwar nicht von Google direkt hergestellt
– schließlich besitzt Google
(noch) keine Fertigungshallen für Hardware
– sondern von HTC, als komplette Eigenentwicklung
geht es aber dennoch als „Google-Handy“
durch.
Ansprechende
Technik
Mit ihrem ersten Smartphone stellt Google
der Welt ein äußerst kompaktes
Gerät vor. Mit den Abmaßen von
schmalen 59,8 x 119 x 11,5 Millimetern und
einem Gewicht von 130 Gramm (inklusive Akku)
passt das Handy in fast jede Hosentasche.
Der Löwenanteil der Fläche auf
der Frontseite des „Nexus One“
schnappt sich das AMOLED-Display mit einer
Diagonalen von 9,4 cm. Der Inhalt des Displays
wird mit einer WVGA-Auflösung von 800
* 480 Pixeln dargestellt, wobei der Kontrast
laut Google bei sehr hohen 100.000 : 1 liegen
soll. Eine weitere wichtige Eigenschaft
stellt die Größe des verfügbaren
Speichers dar, die Google auf 512 MB internen
Flash-Speicher festgelegt hat. Bei Bedarf
kann entweder die mitgelieferte, 4 GB große
microSD-Karte hinzugefügt oder gleich
auf ein größeres Modell umgestiegen
werden; der Slot fasst hierbei Größen
von bis zu 32 GB.
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Für die Verbindung zu anderen
Handys und in das Internet stehen alle gängigen
Protokolle zur Verfügung. Der Austausch untereinander
geschieht dabei über Bluetooth 2.1 oder Wi-Fi.
Für das Surfen im Internet stehen GSM und
UMTS zur Verfügung, letzteres auch mit Unterstützung
für HSDPA (7.2Mbit/s) beziehungsweise HSUPA
(2Mbit/s).
Der Akku des Geräts verhilft
dem „Nexus One“ zu einer Standby-Zeit
von 250 Stunden bei Nutzung von 3G-Netzwerken
beziehungsweise 290 Stunden in 2G-Netzen. Die
reine Gesprächsdauer gibt Google mit entsprechend
7 und 10 Stunden an. Für Musikliebhaber bietet
das Smartphone 20 Stunden durchgehende Beschallung
an. Falls dem Akku dann doch irgendwann der Saft
ausgehen sollte, kann dieser wahlweise über
USB – was bis zu drei Stunden in Anspruch
nehmen soll – oder per Netzkabel aufgeladen
werden, was mit 90 Minuten die deutlich schnellere
Alternative darstellt.
Der Rest der technischen Ausstattung
gehört mittlerweile zum guten Ton: Die Autofokus-Kamera
ist mit 2-fachem Digitalzoom und LED-Blitzlicht
ausgestattet, und bietet eine Auflösung von
5 Megapixeln. Für Schnappschüsse und
Fotos bei guter Beleuchtung sollte die Kamera
daher gut geeignet sein, bei Dunkelheit wird typisches
Pixelrauschen wahrscheinlich unvermeidbar sein.
Über den GPS-Empfänger kann man über
die vorinstallierte Navigationssoftware jederzeit
seinen eigenen Standpunkt ermitteln.
Software
und Preise
Ein Alleinstellungsmerkmal des „Nexus One“
springt einem sofort beim ersten Einschalten des
Geräts entgegen: „Android“, Googles
hauseigenes Betriebssystem für Mobiltelefone,
ist hier erstmals in der neuesten Version 2.1
zu bewundern. Google-typisch bindet „Android“
von Haus aus gleich mehrere der eigenen Dienste
in das Startmenü des Smartphones ein. So
sind beispielsweise YouTube, Google Mail, Google
Maps und demnächst auch Google Earth ohne
Umwege anwählbar.
Bleibt die Frage, ob der Nutzer
das überhaupt wünscht, denn Google ist
nicht umsonst für seine Anstrengungen im
Sammeln von Daten aller Art bekannt. Ist der Nutzer
darüber informiert, was Google so alles mit
den eigenen Daten anstellt (fairerweise muss gesagt
werden, dass Google auf dem Gebiet wohl nicht
allein dasteht, nur wird es bei niemandem sonst
an eine so große Glocke gehängt), steht
der Anschaffung eines „Nexus One“
eigentlich nichts im Wege. Gerade durch die sehr
elegante Bedienung sind Nutzer, die sowieso täglich
mit Googles Diensten zu haben, unter Umständen
gut beraten, einen Blick auf das neue Smartphone
zu werfen. Welche Umstände das sind? Vor
allem der Preis. In den USA war das Gerät
zeitgleich mit der Vorstellung am 5. Januar verfügbar
– aber nur online auf Googles eigener Webseite,
zu einem Preis von 530 US-Dollar. Mit passendem
Vertrag von T-Mobile belaufen sich die Kosten
auf freundlichere 180 US-Dollar, allerdings sind
die genauen Konditionen der Vertragsarten noch
unbekannt.
Wann das „Nexus One“
hierzulande erscheint, ist noch nicht vollständig
gesichert, Google legt jedoch alles daran, es
zum Frühjahr 2010 auf den deutschen Markt
zu schaffen, auch dann wohl zuerst bei T-Mobile
(einfach auf das Logo links klicken).
Einen ausführlichen Testbericht
findet man unter: http://www.chip.de/news/Googles-Nexus-One-Gut-aber-kein-iPhone-Killer_39383923.html
Quelle Foto "Frau
mit Smartphone": © carmakoma - Fotolia.com