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Das neue Google-Handy

 

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9. Januar 2010 - "Nexus One" heißt das neue Smartphone von Google™

 

Was kann es, womit hebt es sich von den anderen Smartphones ab und für wen empfiehlt es sich?

 

 

Das Google-phone "Nexus One" erscheint im Frühjahr 2010 auch auf dem deutschen Markt

 

Wenn Google ruft, kommen die Gäste: Das war bereits bei der ersten Handy-Neuerscheinung des (Anfang 2009) schon so. Auf einer Pressekonferenz, die nur wenige Tage vor der Eröffnung der diesjährigen CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas stattfand, stellte der Suchmaschinenprimus nun sein erstes Smartphone vor. Es hört auf den Namen „Nexus One“ und wird zwar nicht von Google direkt hergestellt – schließlich besitzt Google (noch) keine Fertigungshallen für Hardware – sondern von HTC, als komplette Eigenentwicklung geht es aber dennoch als „Google-Handy“ durch.

 

Ansprechende Technik


Mit ihrem ersten Smartphone stellt Google der Welt ein äußerst kompaktes Gerät vor. Mit den Abmaßen von schmalen 59,8 x 119 x 11,5 Millimetern und einem Gewicht von 130 Gramm (inklusive Akku) passt das Handy in fast jede Hosentasche. Der Löwenanteil der Fläche auf der Frontseite des „Nexus One“ schnappt sich das AMOLED-Display mit einer Diagonalen von 9,4 cm. Der Inhalt des Displays wird mit einer WVGA-Auflösung von 800 * 480 Pixeln dargestellt, wobei der Kontrast laut Google bei sehr hohen 100.000 : 1 liegen soll. Eine weitere wichtige Eigenschaft stellt die Größe des verfügbaren Speichers dar, die Google auf 512 MB internen Flash-Speicher festgelegt hat. Bei Bedarf kann entweder die mitgelieferte, 4 GB große microSD-Karte hinzugefügt oder gleich auf ein größeres Modell umgestiegen werden; der Slot fasst hierbei Größen von bis zu 32 GB.

 

Frau mit Smartphone

 

Für die Verbindung zu anderen Handys und in das Internet stehen alle gängigen Protokolle zur Verfügung. Der Austausch untereinander geschieht dabei über Bluetooth 2.1 oder Wi-Fi. Für das Surfen im Internet stehen GSM und UMTS zur Verfügung, letzteres auch mit Unterstützung für HSDPA (7.2Mbit/s) beziehungsweise HSUPA (2Mbit/s).

 

Der Akku des Geräts verhilft dem „Nexus One“ zu einer Standby-Zeit von 250 Stunden bei Nutzung von 3G-Netzwerken beziehungsweise 290 Stunden in 2G-Netzen. Die reine Gesprächsdauer gibt Google mit entsprechend 7 und 10 Stunden an. Für Musikliebhaber bietet das Smartphone 20 Stunden durchgehende Beschallung an. Falls dem Akku dann doch irgendwann der Saft ausgehen sollte, kann dieser wahlweise über USB – was bis zu drei Stunden in Anspruch nehmen soll – oder per Netzkabel aufgeladen werden, was mit 90 Minuten die deutlich schnellere Alternative darstellt.

 

Der Rest der technischen Ausstattung gehört mittlerweile zum guten Ton: Die Autofokus-Kamera ist mit 2-fachem Digitalzoom und LED-Blitzlicht ausgestattet, und bietet eine Auflösung von 5 Megapixeln. Für Schnappschüsse und Fotos bei guter Beleuchtung sollte die Kamera daher gut geeignet sein, bei Dunkelheit wird typisches Pixelrauschen wahrscheinlich unvermeidbar sein. Über den GPS-Empfänger kann man über die vorinstallierte Navigationssoftware jederzeit seinen eigenen Standpunkt ermitteln.

 

Software und Preise


Ein Alleinstellungsmerkmal des „Nexus One“ springt einem sofort beim ersten Einschalten des Geräts entgegen: „Android“, Googles hauseigenes Betriebssystem für Mobiltelefone, ist hier erstmals in der neuesten Version 2.1 zu bewundern. Google-typisch bindet „Android“ von Haus aus gleich mehrere der eigenen Dienste in das Startmenü des Smartphones ein. So sind beispielsweise YouTube, Google Mail, Google Maps und demnächst auch Google Earth ohne Umwege anwählbar.

 

Bleibt die Frage, ob der Nutzer das überhaupt wünscht, denn Google ist nicht umsonst für seine Anstrengungen im Sammeln von Daten aller Art bekannt. Ist der Nutzer darüber informiert, was Google so alles mit den eigenen Daten anstellt (fairerweise muss gesagt werden, dass Google auf dem Gebiet wohl nicht allein dasteht, nur wird es bei niemandem sonst an eine so große Glocke gehängt), steht der Anschaffung eines „Nexus One“ eigentlich nichts im Wege. Gerade durch die sehr elegante Bedienung sind Nutzer, die sowieso täglich mit Googles Diensten zu haben, unter Umständen gut beraten, einen Blick auf das neue Smartphone zu werfen. Welche Umstände das sind? Vor allem der Preis. In den USA war das Gerät zeitgleich mit der Vorstellung am 5. Januar verfügbar – aber nur online auf Googles eigener Webseite, zu einem Preis von 530 US-Dollar. Mit passendem Vertrag von T-Mobile belaufen sich die Kosten auf freundlichere 180 US-Dollar, allerdings sind die genauen Konditionen der Vertragsarten noch unbekannt.

 

Wann das „Nexus One“ hierzulande erscheint, ist noch nicht vollständig gesichert, Google legt jedoch alles daran, es zum Frühjahr 2010 auf den deutschen Markt zu schaffen, auch dann wohl zuerst bei T-Mobile (einfach auf das Logo links klicken).

 

Einen ausführlichen Testbericht findet man unter: http://www.chip.de/news/Googles-Nexus-One-Gut-aber-kein-iPhone-Killer_39383923.html


 

Quelle Foto "Frau mit Smartphone": © carmakoma - Fotolia.com