
Solaranlagen
sollen uns in naher Zukunft unabhängig
von fossilen Brennstoffen und vor allem von
der sehr gefährlichen Atomenergie machen.
Die Solarzellen werden dabei permanent weiterentwickelt,
um noch höhere Wirkungsgrade zu erreichen.
Deutschland nimmt bei der Entwicklung der Module
schon seit vielen Jahren eine führende
Position ein.
|
|
Das
neue Google-Handy
|
|
Energieversorgung Deutschland und
Europa: Solaranlagen in der Wüste
Das Energieproblem, mit welchem sich
nicht nur Deutschland, sondern die gesamte
Welt konfrontiert sieht, ist derzeit
im Bewusstsein der Bevölkerung,
aber auch der Wirtschaft verankert,
wie es schon lange nicht mehr der Fall
war. Zudem entbrennt ein Wettstreit
der Konzerne über die Zukunft der
Energiebereitstellung: Erneuerbare Energien.
Über diese zu verfügen heißt
auch, unabhängig zu sein und über
technologische Güter zu verfügen,
welche exportiert werden könnten.
Sollten sich erneuerbare Energien schließlich
durchsetzen, so wird vor allem jener,
welcher diese im höchsten Maß
entwickelt hat und einsetzt, am stärksten
von diesem Prozess profitieren. In diesem
Zusammenhang steht seit einiger Zeit
eine Idee im öffentlichen Gespräch,
welche zunächst sehr abwegig klingt.
So soll das riesige Energiepotential
der Sonne in Afrika genutzt werden,
um in Europa und vor allem in Deutschland
Energien im hohen Maße bereitzustellen.
Aus dieser einst diffusen Idee entwickelte
sich im Laufe des letzten Jahres ein
zunehmend konkreter Vorschlag, welcher
diese Umsetzung als realistisch ansieht.
Es stellt sich demnach die Frage, inwiefern
ein derartiger Plan realisierbar ist,
ob dieser wirklich das Energieproblem
Deutschlands lösen könnte
und welche Länder sich daran beteiligen
würden.
Zur Klärung der Frage bezüglich
der Umsetzung ist ein Blick auf die
heutigen Technikstandards nötig,
da erst diese die Grundlage eines derartigen
Unterfangens darstellen. Prinzipiell
gibt es 2 Möglichkeiten der Energiegewinnung,
welche hier in Frage kommen würden.
Zum einen ist der Einsatz konventioneller
Solaranlagen
denkbar, welche direkt Strom produzieren.
Zum anderen haben sich in den letzten
Jahren in den USA und Spanien sogenannte
Solarkraftwerke etabliert, welche das
Sonnenlicht zum Betreiben von Turbinen
nutzen und erst bei großer Sonneneinwirkung
rentabel sind. Vor allem mit letzterem
könnte eine große Energie
erzeugt werden, was natürlich erst
in großflächigen Anlagen
möglich wäre. Ein weiteres
Problem ist nun die Leitung dieser Energie
nach Europa, welche im Idealfall ohne
Komplikationen und ohne große
Energieverluste ablaufen soll. Heutzutage
existieren spezielle sichere Leitungen,
welche auf 1000 Kilometer etwa einen
Energieverlust von 3 % erzeugen.
Auf die Strecke von Afrika nach Deutschland
wären dies circa 9 %, kein allzu
großer Betrag, bedenkt man den
Gesamtweg der Versorgungsleitung. Jedoch
würden derartige große Anlagen
eine riesige Fläche beanspruchen,
was wiederum mit dem betreffenden Land,
in welchem diese errichtet werden sollten,
zu Konflikten führen könnte.
Ohnehin müssten derartige hochwertige
Bauten und Leitungen in einem Land errichtet
werden, welches als politisch stabil
und loyal zu Europa gewertet werden
kann. Je höher der Grad der Abhängigkeit
zu diesem System wird, desto stärker
wäre natürlich auch der Schaden
bzw. die Einschränkungen, welche
bei einem Ausfall zu verzeichnen wären.
|

|
|
|
|
Damit diese alternative Form der Energiebereitstellung
das Energieproblem in Deutschland lösen
könnte, wären allerdings Größenverhältnisse
der Leitungsübertragung nötig, welche
sowohl finanziell als auch bautechnisch wohl
kaum zu erreichen sind. So würden Pläne,
welche derzeit als realistisch eingestuft werden,
etwa 15 % des deutschen Energiebedarfs decken.
Vielmehr stellt diese Idee eine Facette des
Prozesses dar, welcher den kontinuierlichen
Wandel der Energieressourcen impliziert. Eine
vollständige Umstellung auf aus Afrika
gelieferte Energie wird und kann es in absehbarer
Zeit wohl nicht geben. Dies betrifft natürlich
nicht nur Deutschland, sondern auch ganz Europa.
Auch hier kann dies ein Beitrag zu den erneuerbaren
Energien und der Schritt in die richtige Richtung
sein, ohne bestehende Systeme der Bereitstellung
einschneidend zu ändern.
Eine sichere Auflistung jener Länder,
welche sich an diesem Projekt beteiligen würden,
ist schwer zu nennen. Fest steht lediglich,
dass bisher nördliche Teile Afrikas, Deutschland,
Italien und Spanien ein großes Interesse
bekundet haben. Industrienationen, welche derzeit
noch stark auf die atomare Energie setzen, beispielsweise
Frankreich, dürften schwer für derart
finanziell kostspielige Pläne zu begeistern
sein. Vor allem die Finanzierung dieses Projekts
dürfte der primäre Streitpunkt sein.
So sollen vor allem Unternehmen Kapital bereitstellen
und der Staat nur unterstützend wirken.
In welchen Maßstäben und Proportionen
dies zu erwarten ist, dürften wohl erst
lange Verhandlungen mit allen Parteien und Interessenten
zeigen.
Das Projekt Solarstrom aus der Wüste ist
insgesamt keine Fiktion, sondern ein ernstzunehmendes
Vorhaben. Sollten alle Modalitäten bezüglich
der Verwirklichung geklärt werden, dann
wäre dies ein Schritt in die richtige Richtung
nicht nur für Europa, sondern die gesamte
Welt.
|
|
|
|