Welche Idee steckt hinter Umwelt-
und Bioprodukten?
In der Neuzeit kam es in unserer Gesellschaften
zu Umbrüchen in den Lebensgewohnheiten,
wie es in derartiger Geschwindigkeit
und dermaßen einschneidend wohl
noch nie in der Geschichte der Menschheit
vorgekommen sein dürfte. Diesen
Umbrüchen, welche sich bereits
im Alltag stark bemerkbar machen, stehen
jedoch Tendenzen entgegen, welche von
Teilen der Bevölkerung getragen
werden. So gibt es das Bestreben nach
ursprünglichen und traditionellen
Werten, welche das Individuum in seiner
jetzigen sozialen und wirtschaftlichen
Umgebung misst. Ein Beispiel für
ein Angebot, welches dieses ungestillte
Verlangen befriedigt, sind sogenannte
Umweltprodukte. Doch welche eigentliche
Intention steckt hinter dem Angebot
dieser Produkte? Zunächst sollen
diese für den Endkonsumenten eine
hochwertige und gesunde Alternative
zu den Erzeugnissen darstellen, welche
sonst im gewöhnlichen Geschäft
zu erwerben sind. Dies wird darin begründet,
dass Obst beispielsweise nicht chemisch
gespritzt und Vieh mit hochwertigeren
Produkten in natürlicher Umgebung
gefüttert wird. Letzteres schlägt
sich natürlich auch in der Qualität
des Fleisches wieder.
Ökologie und
Mode: Schuhe von El
Naturalista verbinden Natur und
Style.
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Aber auch Sachgüter, wie beispielsweise
Möbel, sollen dem Kunden ein hochwertigeres
Ergebnis aufgrund hoher Grundqualität bieten.
Eine weitere Absicht ist der Schutz der Umwelt.
So sollen Missstände, welche die Industrialisierung
des Agrarsektors und anderer wirtschaftlicher
Teilsektionen mit sich gebracht haben, beseitigt
und Alternativen aufgezeigt werden. Zuletzt
dürfte als Idee wohl noch der Aspekt zu
nennen sein, dass es sich bei Umweltprodukten
um einen Markt handelt, welcher sich einer zunehmenden
Nachfrage konfrontiert sieht. Insbesondere in
den letzten Jahren stieg das allgemeine Bewusstsein
für Umweltfragen, nicht zuletzt dank globaler
Öffentlichkeitsarbeit wie sie beispielsweise
in Al Gores Film "An Inconvenient Truth"
geleistet wird. Es ist also schlicht rentabel,
Umweltprodukte zu einem hohen Preis auf den
Markt zu bringen.
Doch wie sehen typische Umweltprodukte aus?
Wie bereits genannt, entspringen diese vor
allem der Lebensmittelindustrie. Aber auch im
Bereich der Sachgüter und Möbel findet
man diese häufig vor. Ein Beispiel in Hinblick
auf ein Möbelstück wäre ein Tisch,
welcher aus heimischen Hölzern und nicht
jenen des Regenwalds stammt. Des Weiteren kann
es sich insbesondere bei Farben und Papier um
Umweltprodukte handeln, welche in ihrer Anschaffung
aber meist nur unwesentlich teurer sind.
Nutzen für Natur und Umwelt:
Zuletzt stellt sich natürlich noch die
Frage, ob man mit der Unterstützung dieser
der Natur überhaupt wirklich hilft. Insgesamt
kann diese Frage mit einem Ja beantwortet werden,
leider fällt sie nicht pauschal aus. So
gibt es Ausnahmen von Umweltprodukten, welche
bei einer näheren Betrachtung des Gesamtkomplexes
der Natur nicht helfen, sondern diese eher noch
stärker schaden. Hierzu zählen beispielsweise
Biokraftstoffe, welche bei einem ersten Blick
ideal wirken, da sie herkömmliche Kraftstoffe
überflüssig machen. Der Anbau des
Energielieferanten, beispielsweise Getreide,
ist in seiner Anbauung und Bewässerung
allerdings weitaus kostenintensiver, als es
die eigentliche derzeitige Gesamtnutzung klassischer
Brennstoffe ist. Dies betrifft nicht nur den
finanziellen Aspekt, sondern auch die Belastung
für die Natur. Insgesamt handelt es sich
bei Bioprodukten folglich um ein durchaus sinnvolles
Gut, welches in einigen Fällen mit Vorsicht
zu genießen ist.
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