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Umwelt / Energie
Strompreis vergleichen, Stromanbieter wechseln und Geld sparen
Mit einem kostenlosen Stromrechner ist es kein Problem, den besten Stromtarif für seinen Wohnort ausfindig zu machen.
NEWS-EINTRAG
vom 18.02.11 - 03:52 Uhr:
Viel zu wenig deutsche Stromkunden nutzen die ihnen durch die Deregulierung der Energiemärkte eingeräumte Marktmacht. Politiker und Verbraucherschützer ermuntern die Verbraucher, den Stromanbieter zu wechseln, wenn dadurch gespart werden kann.
Über 40 Prozent der deutschen Stromkunden bezahlen nach wie vor die teuren Grundlasttarife ihres regionalen Stromanbieters. Dabei ist es einfach, zu einem günstigen Stromanbieter zu wechseln. Kostenlose Stromrechner, die man im Internet findet, helfen, sich im undurchsichtigen Tarifdschungel zurechtzufinden und aus der unübersehbaren Anzahl von Stromlieferanten und Stromtarifen das günstigste Angebot herauszufiltern. Alles was man braucht, um den Strompreis vergleichen zu lassen, sind die Angaben aus der letzten Stromrechnung.
Wer den Strompreis vergleichen lässt, kann sich im Schnitt über jährliche Einsparungen in Höhe von 160 Euro freuen. Manchmal beträgt das Einsparpotential bis zu 300 Euro und einige Experten gehen sogar von bis zu 500 Euro aus. Politiker und Verbraucherschützer weisen die Stromkunden regelmäßig vor allem zum Jahresbeginn eindringlich auf die Einsparpotentiale hin. Der Grund: Es hat sich bei den Stromlieferanten eingebürgert, gerade zum neuen Jahr die Preise häufig drastisch anzuheben. In diesem Jahr waren mehr als 50 % der Stromkunden von Strompreiserhöhungen betroffen. Sieben Prozent betrug die durchschnittliche Erhöhungsrate. Einige Stromversorger verlangten sogar bis zu über 14 % mehr. Die Energiefirmen begründen ihre Mehrforderungen mit der Erhöhung der Umlage nach dem Erneuerbare Energie Gesetz. Die Umlage sei von 2,05 Cent je Kilowattstunde auf 3,53 Cent gestiegen. Das ist richtig. Doch ebenso richtig ist eine Tatsache, die die Energieversorger nur allzu gerne verschweigen. Der Einkaufspreis für Strom ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken: Betrug er vor zwei Jahren an der Strombörse noch 13 Cent, kostet die Kilowattstunde heute nur noch fünf bis sechs Cent.
Wer regelmäßig den Strompreis vergleichen lässt, wird feststellen, wie groß die Preisunterschiede tatsächlich sind. Das gilt selbst, wenn die Preise erhöht werden. Die letzte Preiserhöhungsrunde brachte Mehrkosten in einem Bereich zwischen unter 6 % bis zu 14,4 %.
Dass nach wie vor viele Verbraucher von der Möglichkeit, den Stromanbieter zu wechseln, keinen Gebrauch machen, hängt vielleicht mit der Furcht vor Stromunterbrechungen und vor hohem Verwaltungsaufwand zusammen. Beide Befürchtungen sind aber unbegründet. Während des Wechselvorgangs kann der Verbraucher niemals ohne Strom dastehen, denn der regionale Stromanbieter ist zur Sicherstellung der Stromversorgung verpflichtet, selbst wenn man sich von ihm verabschiedet. Auch der Verwaltungsaufwand hält sich in engen Grenzen, wenn man einen Online-Strompreisvergleich nutzt. Der gesamte Papierkram wird in diesem Fall in aller Regel vom neuen Stromanbieter übernommen. Der Kunde wird in regelmäßigen Abständen über alle wichtigen Punkte informiert, bis der Stromanbieterwechsel in vier bis sechs Wochen erledigt ist.
Ein guter Stromrechner ist anbieterunabhängig und kann kostenlos und unverbindlich hunderte von Stromlieferanten und tausende unterschiedliche Stromtarife miteinander vergleichen. Auf Gütesiegel, etwa vom TÜV, sollte man achten. Empfehlenswerte Vergleichsrechner können mehr, als nur den Strompreis vergleichen. Sie verfügen über Filterfunktionen, mit denen man den Vergleich beispielsweise auf Ökostrom oder bestimmte Tarifgestaltungen beschränken kann.
Verbraucherschützer empfehlen, nicht ausschließlich auf den Preis zu achten. Auch andere Konditionen sind wichtig, wie beispielsweise Laufzeiten und Preisgarantien. Manche besonders billige Stromangebote haben einen Haken. Beispielsweise müssen Mindestabnahmemengen vereinbart werden. Verbraucht der Kunde diese Strommengen im vereinbarten Zeitraum nicht, verfällt der Strom. Im umgekehrten Fall muss häufig teuer zugekauft werden. Sinnvoll ist, Stromverträge über höchstens ein Jahr abzuschießen und diese mit einer Preisgarantie für die gesamte Laufzeit zu versehen. So können Verbraucher auf Preisänderungen flexibel reagieren und spätestens zum Ende eines Jahres erneut den Strompreis vergleichen lassen.
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