Der Ausstellungsraum, eine ehemalige Lagerhalle wurde um die Jahrhundertwende erbaut und weist eine fantastische Deckenkonstruktion auf. Die Traghölzer spannen sich im weiten Bogen unter einem abfallenden Dach. Fleckenstein hat diese Konstruktion gesehen, und für ihn war sofort klar, dass er genau hier ausstellen wollte und dass seine Installation genau auf diese Konstruktion Bezug nehmen müsse.
Die Installation spielt mit Realität und Illusion, mit die Entfremdung einer realen Situation, dem Reflektieren einer gegenständlichen Konstruktion auf eine transparente Bildebene. „self-sufficient“, sich selbst genug, nennt er seine Arbeit, und er hebt darauf ab, dass allein eine Variation der Konstruktion ausreicht, um dem Ausstellungsraum einen fremden Charakter zu verleihen. Konstruktion x 2, nicht mehr und nicht weniger.
Vierzig transparente, 1 mm dünne Plastikbahnen in einer Breite von zwei Metern und einer Länge von drei Metern, hängen an den unteren Balken der Tragkonstruktion. Auf Ihnen aufgedruckt ist die Spiegelung der Deckenkonstruktion. Fünf Konstruktionen und fünf Spiegelungen. Interessant ist die Schattenwirkung der realen Konstruktion, die sich mit den Schatten der bedruckten Konstruktion so vermischt, dass die Realität in Auflösung erscheint.
Der Besucher ist aufgefordert, die Installation fast wie in einem Spaziergang zu erschließen, um immer wieder neue Eindrücke und Durchblicke zu erleben. Das gelingt recht gut, handelt es sich doch um einen Ausstellungsraum in der Größe von knapp 600 m².
Die Kuratorinnen: Lora Kucher , Museum of Nonkonformist Ar,t in St. Petersburg und Aida Dzhangirova, Direktorin der Städtischen Galerie „Lavra“ in Kiew. Technik: Lukasz Glonek, Stettin.
Die Ausstellung findet bis zum 04.04.2011 statt.
Adresse: Galeryei Iskusstv "Lavra" Kiev, ul. Mazepy, 17
Weitere Informationen: www.kurt-fleckenstein.com
Tags: Kurt Fleckenstein, Kiev, Mannheim, Kulturforum Europa, Installation, Lavra Galerie in Kiew, Ukraine
Über Kurt Fleckenstein
* 1949
Studium der Landschaftsarchitektur (Dipl. Ing.)
mit Vertiefung Kunstgeschichte an der FH Weihenstephan / München
Studium der Regionalplanung (Lic. rer. reg.)
mit den Themen Raum und Landschaft an der Universität Karlsruhe
Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Kaiserslautern
Publikationen zum Thema Landschaftsbild:
Festschrift Universität Kaiserslautern, UVP-Report, Natur und Recht,
Bayerische Akademie für Natur- und Landschaftspflege u. A.
Forschungspreis der Universität Karlsruhe
Politische Tätigkeit als Mitglied im Regional- und Raumordnungsverband Unterer Neckar und im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises
Freischaffende Tätigkeit auf den Gebieten Stadtplanung, Landschaftsgestaltung, Garten- und Stadtbaukunst
Architekturbüros in Mannheim, Dresden, Breslau und Salzburg und Aufträgen in Deutschland, Polen und Österreich. Auftraggeber: Bundesbauministerium, Freistaat Sachsen, Land Salzburg,
Städte: Darmstadt, Dresden, Heidelberg, Ludwigshafen, Mannheim u. A.
Seit 2003
Ausschließlich freischaffende künstlerische Tätigkeit mit den Schwerpunkten Installationen und Objekte im öffentlichen Raum. Lebt und arbeitet in Mannheim und Breslau / Wroclaw