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KanAm Grundinvest wird aufgelöst – Schadenersatz wegen Falschberatung


Die Wiedereröffnung des Grundinvest ist trotz Immobilienverkäufen gescheitert. Weiterer offener Immobiliendachfonds steht vor dem Aus.


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Banken / Finanzen vom 02.03.12 - 09:02 Uhr:

 

 

100.000 Anleger sind von der Entscheidung des KanAm Managements betroffen, den offenen Immobilienfonds KanAm Grundinvest zu liquidieren. In zahlreichen Fällen wurden Anleger offener Immobilienfonds falsch beraten.


100.000 Anleger sind von der Entscheidung des KanAm Managements betroffen, den offenen Immobilienfonds KanAm Grundinvest zu liquidieren. Ob beim Verkauf der 51 Fondsimmobilien die rund 100 Mrd. € erlöst werden, die die Anleger in den maroden Fonds investiert haben, ist fraglich. In zahlreichen Fällen wurden Anleger offener Immobilienfonds falsch beraten. Sie haben gute Chancen, ihr investiertes Geld als Schadenersatz zurückzubekommen. Aber sie müssen jetzt handeln. Warten sie die voraussichtlich 5 Jahre dauernde Liquidation des Fonds ab, sind Schadenersatzansprüche in jedem Fall verjährt.

Die Krise der offenen Immobilienfonds in Deutschland setzt sich fort: Nachdem mit dem offenen Immobiliendachfonds DJE Real Estate Ende Dezember 2011 der neunte offene Immobilien(dach)fonds die Abwicklung erklärt hat, wird nun ein weiteres Schwergewicht der Branche abgewickelt: Der knapp vier Milliarden Euro schwere Fonds KanAm Grundinvest (WKN: 679180), einer der ganz großen Fonds dieser Assetklasse wird aufgelöst. Rund 100.000 Anleger müssen um ihr Geld bangen.
 
Bei dem Kanam Grundinvest mit ca. 4 Milliarden Euro Anlagevermögen handelt es sich neben dem  CS Euroreal mit einem Fondsvermögen von zuletzt 6,3 Milliarden Euro und SEB Immoinvest mit ca. 6 Milliarden Euro Anlagevermögen um einen der ganz Großen der Branche. Die Entscheidung des KanAm-Managements zur Liquidation des KanAm Grundinvest lässt für die beiden anderen "Dickschiffe" unter den offenen Immobilienfonds, den CS Euroreal (WKN: 980500) und den SEB Immoinvest (WKN: 980230), bei denen die Entscheidung über eine Wiedereröffnung oder Liquidation bis Mai 2012 gefällt werde muss, nichts Gutes erahnen.
  
Schadenersatz wegen Falschberatung
Anleger des KanAm Grundinvest sollten sich nicht alleine auf die künftige Entwicklung der Fonds und die Absichtserklärungen der Verwaltungsgesellschaften verlassen, sondern vielmehr den Rat eines auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Fachanwalts einholen, um mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen.
 
So wurde beispielsweise in einigen Fällen Anlegern die Beteiligung am KanAm Grundinvest trotz deutlicher Anzeichen von Liquiditätsproblemen in der ersten Krise der offenen Immobilienfonds von Oktober 2008 bis Februar 2009 als sichere Kapitalanlage angeboten, ohne auf die bereits erfolgte Aussetzung hinzuweisen. Ebenfalls unterlasen wurde es oftmals, auf die Vielzahl von Berichten in der Wirtschaftspresse hinzuweisen, die sich mit den enormen Risiken der Entwicklung der Weltwirtschaft und der weltweiten Immobilienkrise und deren Auswirkungen auf offene Immobilienfonds befassten. Teilweise wurden offene Immobilienfonds auch wahrheitswidrig als mündelsichere Anlagen dargestellt. Auch wurde Seitens der den Fonds vertreibenden Banken in der Beratung oftmals nicht auf deren eigenes Provisionsinteresse (so genannte kickbacks) hingewiesen.
 
Dies sind nur einige wenige Beispiele für mögliche Falschberatungen im Zusammenhang mit der Empfehlung zur Zeichnung eines offenen Immobilienfonds. Die Folge der Falschberatung: Der Berater ist zum Schadenersatz verpflichtet. Das heißt, er muss das investierte Kapital dem Anleger zurückzahlen.
 
Die Fachanwälte der Kanzlei Nittel vertreten zahlreiche Anleger des KanAm Grundinvest und anderer offener Immobilienfonds und Immobiliendachfonds und konnten bereits in vielen Fällen außergerichtliche und gerichtliche Lösungen herbeiführen. 
 
Verjährung von Schadenersatzansprüchen droht
Gerade wegen der immer wieder angekündigten und aufgeschobenen Öffnung des Fonds haben Anleger viel Zeit verloren. Die Verjährung von Schadenersatzansprüchen droht. Da derzeit offenbar selbst die Verwaltungsgesellschaften nicht sagen können, ob durch den Verkauf der 51 Fondsimmobilien ausreichend Liquidität erreicht werden kann, um den Anlegern alles Geld zurückzuzahlen, sollten Anleger nicht untätig zuwarten sondern von sich aus aktiv werden, um drohende Verluste abzuwenden.
 

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