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Für Ghostwriter Marion Hackl steht die Diskretion an allererster Stelle.

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Der Beruf des Ghostwriters und die Frage nach Ehre und Moral


Wie weit darf ein Ghostwriter gehen? Ist Heribert Schwan ein Whistleblower? Wie "Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle" eine ganze Branche diskreditiert.


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Bücher / Literatur vom 10.10.14 - 15:56 Uhr:

 

 

Hamburg: Natürlich darf ein Ghostwriter auch eigene Bücher veröffentlichen. Doch darf er in diesen nicht autorisierte Zitate des real existierenden Protagonisten verwenden? Diese Frage bewegt angesichts des vermeintlich cleveren Coups von Heribert Schwan die Gemüter. Marion Hackl arbeitet als Ghostwriter in Hamburg und hat dazu eine klare Meinung.


Für viele, wenn nicht gar die allermeisten Berufe, mag "Bescheidenheit ist eine Zier, viel weiter kommt man ohne ihr" gelten. Für den Beruf des Ghostwriters tut sie dies ausdrücklich nicht. Ganz im Gegenteil, Bescheidenheit ist eine der Tugenden, die den Ghostwriter maßgeblich ausmacht.

Der Ghostwriter lebt von seiner Diskretion und Loyalität gegenüber seinem Auftraggeber oder Mandanten. Und dabei ist es völlig egal, ob dieser nun Helmut Kohl oder Lieschen Müller heißt. Jegliche Geltungssucht, ob aus persönlicher Motivation, Befindlichkeit oder Antipathie heraus, ist schlichtweg unangebracht. Sich auf Kosten seines Mandanten zu profilieren, gar Inhalte aus vertraulichen Gesprächen eigenmächtig zu publizieren, ist schier unvorstellbar.

Wäre da nicht Heribert Schwan, so hielte man derlei für pure Fiktion. Schwan jedoch veröffentlichte nun mit dem Buch "Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle" Aussagen von Helmut Kohl. Aussagen, die ihm dieser in der Zeit von März 2001 bis zum Oktober 2002 in rund 630 Stunden Gespräch anvertraut hat und für deren Veröffentlichung Kohl keineswegs eine Freigabe erteilt hatte.

"Das ist schlichtweg Verrat, ein massiver Vertrauensbruch", so Marion Hackl von der Hamburger Redewerft. "Vertrauen ist die Basis für eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Ghostwriter. Dazu braucht es meiner Meinung nach keine explizite Verschwiegenheitserklärung, das läuft unter Berufsehre und Moral."

Ob sie nun eine Rede für einen Auftraggeber schreibt, oder an einer Biografie eines Mandaten arbeitet; Marion Hackl erfährt als Ghostwriter einiges über die Menschen, für die sie schreibt. Es geht sehr oft in die Tiefe bei solchen Gesprächen, wird emotional. Aber genau das soll es, um die Gesamtheit zu begreifen und wiedergeben zu können. "Manchmal kommt es einer persönlichen Beichte gleich, es werden Gedanken ausgesprochen, die vermutlich nicht einmal das engste Umfeld so deutlich und ungeschminkt erfährt." erzählt die Ghostwriterin. "Meine Aufgabe ist es nicht, diese geballt, sondern vielmehr so ausgewählt niederzuschreiben, dass ein authentisches und aufrichtiges Werk dabei entsteht."

Sämtliche Informationen, welche der Ghostwriter in den Gesprächen von seinem Mandanten erhält, werden bei der Redewerft absolut vertraulich behandelt und ausschließlich für das vereinbarte Werk genutzt. Diese, gar ohne Wissen oder Autorisierung, in einem eignen Buch zu verwenden, ist für seriöse Ghostwriter wie Marion Hackl schlicht undenkbar.


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