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Barrierefreie Softwareentwicklung mit der Programmiersprache Java und C# wird noch immer stark vernachlässigt


Trotz gesetzlicher Vorschriften wird barrierefreie Softwareentwicklung von Behörden und Unternehmen viel zu wenig umgesetzt


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Computer / Internet vom 14.08.15 - 16:28 Uhr:

 

 

Seit dem Jahr 2002 gibt es ein Gleichstellungsgesetz für behinderte Menschen. Dieses Gesetz soll verhindern dass Menschen mit Behinderung benachteiligt werden. In §11 werden Träger öffentlichen Rechts dazu verpflichtet ihre Software barrierefrei zu gestalten. Leider wird dies in der Praxis noch immer stark vernachlässigt stellt Markus Lemcke, Geschäftsinhaber des Unternehmens Marlem-Software fest.


Eigentlich sollte im Mai 2002 alles anders werden. Es trat ein Gleichstellungsgesetz für behinderte Menschen in Kraft. Das Gesetz verpflichtet den Staat bei Anträgen, Webseiten und Software mehr auf Barrierefreiheit zu achten. Markus Lemcke, der von Geburt an körperbehindert ist, hatte die Hoffnung, dass er als Experte in Sachen Barrierefreie Softwareentwicklung, ein gefragter Mann wird. Leider war dem zunächst gar nicht so.

Es gab, daran hat sich leider nichts geändert, von Beginn an ein Problem bei der barrierefreien Softwareentwicklung. Es gibt keine Einheitlichen Richtlinien wie eine Software entwickelt werden muss, damit diese barrierefrei ist. Inzwischen gibt es für barrierefreie Softwareentwicklung Richtlinien von den Unternehmen Oracle, IBM und Microsoft. Diese Richtlinien sind alle sehr ähnlich, aber nicht gleich. Wenn Markus Lemcke eine Software auf Barrierefreiheit prüft, nimmt er immer die Richtlinien für die entsprechende Programmiersprache.

Die Programmiersprachen Java und C# bieten gute Vorraussetzungen um barrierefreie Software zu entwickeln. Die schwierigste Aufgabe für einen Softwareentwickler ist, eine Software so zu entwickeln, dass blinde Menschen damit arbeiten können. Blinde Menschen müssen sich den kompletten Bildschirminhalt vorlesen lassen. Hierfür nutzen sie eine spezielle Software die sich Screenreader nennt. Damit dieser Screenreader Programmoberflächen vorlesen kann, müssen die Programmoberflächen Texte beinhalten die für den Screenreader bestimmt sind. Diese Texte können bei der Programmiersprache Java, den Swing-Komponenten hinterlegt werden und bei der Programmiersprache C# haben die Oberflächenkomponenten die gleiche Möglichkeit.

Damit eine Software für Blinde bedienbar ist, muss sie komplett per Tastatur bedient werden können. Blinde können keine Computermaus bedienen. Der Mauszeiger kann nur gezielt bewegt werden, wenn der Computeranwender ihn sehen kann.

Aber auch die Übernahme von Systemeinstellungen ist bei der barrierefreien Softwareentwicklung wichtig. Wenn Sehbehinderte im Betriebsystem Windows eine große Systemschrift einstellen, muss die Software in der Lage sein, diese zu übernehmen.

Für Menschen mit einer Farbfehlsichtigkeit ist es wichtig, dass diese Personengruppe Hintergrundfarbe und Schriftfarbe selber anpassen können innerhalb der Software. Farbfehlsichtigkeit bedeutet, dass Farben nicht erkannt werden oder diese Personen nur Graustufen wahrnehmen.

Markus Lemcke beherrscht die barrierefreie Softwareentwicklung in Theorie und Praxis mit der Programmiersprache Java und C#. Er hofft dass die Nachfrage in Sachen barrierefreie Softwareentwicklung in Zukunft steigt. Für ihn ist die barrierefreie Softwareentwicklung nicht einfach die Erfülling eines Gleichstellungsparagraphen, sondern es geht um Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft. Oft ist für behinderte Menschen die einzige Chance einen Arbeitsplatz zu bekommen, die Bedienung von Webseiten und Software. Lemcke hofft, dass auch die Inklusion von behinderten Menschen in die Gesellschaft dazu führt, dass barrierefreie Softwareentwicklung endlich umgesetzt wird.

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