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NVA Generäle Goldbach, Leonhardt, Paduch etc. berichten über die Rolle der NVA bei der CSSR-Intervention 68


Helios-Verlag K.-H. Pröhuber: Dokumentation: die militärische Intervention der CSSR im Sommer 1968 durch die Truppen des Warschauer Vertrages


NEWS-EINTRAG vom 12.06.08 - 15:44 Uhr:

 

Die Dokumentation ist im wesentlichen eine Zusammenstellung von bisher nicht veröffentlichen oder schwer zugänglichen Zeitzeugenberichten. Sie werden durch bisher nicht veröffentlichte Fotos aus privatem Besitz, durch zeitgenössische Dokumente und wenig bekannte Sachinformationen ergänzt. Weiterhin Berichte von Akteuren, die seinerzeit Beobachter des Geschehens waren.Dokumente und wenig bekannte Sachinformationen ergänzt. Weiterhin Berichte von Akteuren, die seinerzeit Beobachter des Geschehens waren.


 

 

 

 

Die Berichte bilden ein Kaleidoskop. Da ist der tschechische Student, da ist ein jüngerer NVA-Offizier, der bereit ist einen Einmarschbefehl zu befolgen, dann kommen NVA Generäle zu Wort, die damals im Zentrum der militärischen Macht standen.

Die DDR-Führung war mitschuldig an diesem eklatanten Völkerrechtsbruch. Außer der politischen Zustimmung Walter Ulbrichts zum Interventionsbeschluß des sowjetischen Politbüros am 18. August 1968 gibt es zahlreiche andere Tatsachen, wie Armee und Staat darauf vorbereitet wurden. So sollten zwei NVA-Divisionen am Einmarsch am 21. August 1968 bzw. später teilnehmen. Nachzuweisen, daß beide Divisionen das Territorium der CSSR nicht betreten haben, ist spezielles Anliegen dieser Publikation. Warum das nicht geschah, ist bis heute umstritten. Auch die Angaben der Dokumente und der Zeitzeugen über die zeitweilige operative Unterstellung beider Divisionen unter sowjetische Befehlshaber sind widersprüchlich. Aber es werden Zusammenhänge dargestellt, anhand derer sich der Leser ein eigenes Urteil bilden kann.

Die beiden Studien des Militärhistorikers W. Wünsche geben einen Überblick über die wesentlichen politischen und militärischen Ereignisse der Vorbereitung und Durchführung der Intervention. Sie werden ergänzt durch Berichte ehemaliger NVA-Offiziere, die in unterschiedlichsten Dienststellungen Akteure militärischer Handlungen waren und somit Zeitzeugen sind. Eine weitere Zeitzeugengruppe sind der sowjetische Außenpolitiker V. Falin, der Bundeswehrgeneral Thilo und der Reformgegner in der CSSR-Führung V. Bilak, deren Berichte wenig bekannte Tatsachen enthalten.

Eine dritte Zeitzeugengruppe sind die Autoren aus dem Osterzgebirge (König, Koschka, Nitzsche u.a.), die über die Handlungen der sowjetischen Truppen berichten, die bereits Wochen vor dem Einmarsch dort konzentriert waren.
Der Beitrag von Dr. Kloucek ist eine Dokumentation von Fotos, Plakaten und Tagebuchaufzeichnungen, die Handlungen sowjetischer Truppen und Widerstandshandlungen der Bevölkerung im Raum Pilsen zum Inhalt haben.

G. König (Hrsg) W. Wünsche / G. Heinemann: CSSR-Intervention 68, DDR dabei – NVA marschiert nicht. Helios-Verlag, Aachen 2008, ISBN 978-3-938208-74-8 (Auslieferung 7/2008)

 

 


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