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Der Bildungsmarkt „Wald“ ist noch zu entdecken in Deutschland


Fachtagung der Schutzgemeinschaft will Waldpädagogen Marketing nahebringen - Forstleute, Erzieher und Biologen im Austausch über ihre Zukunft


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Beruf / Bildung vom 27.09.07 - 13:15 Uhr:

 

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Die Waldpädagogik boomt und sie motiviert Forstleute, sich mit Pädagogik, und Erzieher, sich mit dem Wald zu beschäftigen. Die Nachfrage nach waldpädagogischer Umweltbildung nimmt derzeit genau so rasch zu wie das Angebot an Qualifizierungen für das dafür benötigte Personal. Die Analyse der Situation in Deutschland, die Christine Katz und Marion Mayer jüngst vorgelegt haben, vermittelt sogar „den Eindruck eines sich neu herausbildenden Berufsfeldes“. Ein neuer Bildungsmarkt ist im Entstehen.


Um die Pflege und Entwicklung dieses Marktes kümmert sich auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), die deshalb auf ihrer Waldpädagogik-Tagung am 18./19. September 2007 in Stuttgart das Thema „Marketing“ in den Mittelpunkt stellte. Neben dem Inhaber der Emsdettener Werbeagentur pro-art, Thomas Hans, war auch die Unternehmensberatung stratum eingeladen, um professionelle Unterstützung für die Marktentwicklung zu leisten.

Kein klares Profil

„Machen Sie es möglichst einfach“, riet der Werbeexperte dem Publikum. Claudia Kerns und Richard Häusler von stratum konnten daran anknüpfen, denn ein klares Profil weist die Waldpädagogik derzeit nicht auf. Für die einen soll sie Teil des formellen Bildungswesens werden, um Kindern etwas über natürliche Lebensgrundlagen beizubringen, während andere der Waldpädagogik eine gesellschaftspolitische Vermittlerrolle zwischen „Wald, Forstwirtschaft und Gesellschaft“ zuschreiben und ein „positives Mensch-Wald-Verhältnis“ fördern wollen.

Breit gefächert ist auch der pädagogische Auftrag, den man zwar staatlicherseits bestätigt sieht, aber doch selbst mit Inhalt und Bedeutung füllen muss. Da geht es teilweise recht mystisch zu, wenn Waldpädagogen darauf bestehen, dass man die Komplexität des Waldes nur „erahnen“ könne, und sie ihr Publikum an der Faszination des Waldes „teilhaben“ lassen. Beliebt ist auch die Idealisierung des Lebens im Wald. Waldpädagogen bedauern die „naturfern in Großstädten aufgewachsenen und lebenden Menschen“ und vielen spricht der niedersächsische Landwirtschaftsminister aus der Seele, der sich auf einer Ansprache im März dieses Jahres als medienkritischer Naturjünger outete: „Sicher kennen Sie auch den gesundheitsbewussten Jogger, der sich zwei Kopfhörer über seine Ohren stülpt und sich während des Waldlaufs mit Musik berieseln lässt. Warum hört er lieber Musik aus der Konserve als den schmetternden Buchfinkenruf, das Trommeln des Schwarzspechtes oder Hummelgesumm?“

Einschränkung auf eine kleine Zielgruppe

Da hat es das Marketing erst einmal schwer, weil es ja darauf angewiesen ist, bestehende Kundenbedürfnisse mit bestimmten Produkten zu verbinden. Die stratum-Vertreter stellten deshalb in Stuttgart die Frage, ob nicht moderne technische Medien, Bewegungsbedürfnisse und Walderlebnisse verknüpft werden können. Denn eine romantische Attitüde von der heilen Welt im Wald, die man nur mit offenen Ohren und waldpädagogisch vermittelter Teilhabe am erahnbaren Ökosystem betreten darf, schränkt das Marketing doch auf eine sehr kleine Zielgruppe ein.

Leider kam erst am Tag nach der Konferenz die neue Ausgabe des „Stern“ heraus – sie hätte einen aktuellen Beleg dazu erbracht, wo die großen Marktchancen der Waldpädagogik heute liegen. Unter der Schlagzeile „Warum unsere Kinder wieder Freiheit und Abenteuer brauchen“ versammelte das Magazin
eine Menge Argumente aus Psychologie, Medizin, Soziologie und Pädagogik, die dafür sprechen, dass Erfahrungen in der freien Natur für die Entwicklung unserer Kinder immer wichtiger werden. Das könnte ein Auftrag an die Waldpädagogen sein!

Unter waldpädagogischer Kontrolle

Diese müssten dann freilich lernen, solche Marktchancen zu erkennen und professionell zu nutzen. Dass diese Professionalität auch unternehmerisches Engagement und wirtschaftliche Konzepte erfordert, gehörte zu den Kernbotschaften des stratum-Teams. „Mitarbeiter der Forstverwaltung, die darauf warten, dass der Staat entsprechende gesetzliche Bildungsaufträge formuliert und ausreichend finanziell unterfüttert, verpassen diese Chancen“, insistierte Richard Häusler vor der versammelten waldpädagogischen Kompetenz.

Nicht nur das Warten auf den Staat minimiert die Marketingpower und den potenziellen Markterfolg der Waldpädagogik. Auch das waldpädagogische Personal gehört nämlich teilweise zu den überängstlichen Eltern, die eine der Ursachen dafür sind, warum unsere Kinder heute die Waldpädagogik für ihre Entwicklung eigentlich dringend benötigen. Auf der Tagung in Stuttgart wurde ohne Gegenrede der Prospekt eines Jugendwaldheims bemängelt. Was hatte der Förster, der die Einrichtung leitet, falsch gemacht? Er präsentierte auf dem Prospekt des Jugendwaldheims zwei Bilder, die aus Sicherheitsgründen die Eltern alarmieren könnten: Zwei Teenies halten eine Bügelsäge an einen kleinen Baumstamm (wo sind die Helme?) und ein kontrolliert angelegtes Feuer im Wald wird durch einen Windstoß vorübergehend beeindruckend angefacht. Wenn ausgebildete Waldpädagogen auch noch den Wald unter Kontrolle bringen, wird es in der Tat bald keine offenen Erfahrungsräume für unsere Kinder mehr geben.

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