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Albanien: Nach Schüssen auf Demonstranten fordert die Opposition Neuwahlen


"Das Volk braucht einen Neuanfang!": Tiranas Bürgermeister Edi Rama setzt auf Neuwahlen, parlamentarische Demokratie und konsequenten Kampf gegen Korruption


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Politik vom 27.01.11 - 12:31 Uhr:

 

Tirana/Berlin, den 26. Januar 2011 – Mehrere Tote und Schwerverletzte sind seit der letzten Großdemonstration in der albanischen Hauptstadt Tirana zu beklagen – am kommenden Freitag wird Edi Rama (46), seit 2002 Bürgermeister der Stadt, mit tausenden seiner Landsleute den Toten die letzte Ehre erweisen. Für Rama, der als Oppositionsführer und Kandidat für das Amt des albanischen Ministerpräsidenten bis heute die Rechtmäßigkeit der letzten landesweiten Wahlen anzweifelt, ist nunmehr die Zeit des Handelns gekommen.


Rama fordert Neuwahlen, die Hinführung seines Landes zu einer parlamentarischen Demokratie nach dem Vorbild der Bundesrepublik Deutschland und den bedingungslosen Kampf gegen Korruption und Vetternwirtschaft. Gleichzeitig appelliert er an Anhänger und Regierung, auf Gewalt grundsätzlich zu verzichten.

Als die albanische Nationalgarde aus dem Regierungsgebäude des amtierenden Ministerpräsidenten Sali Berisha in Tirana das Feuer auf Demonstranten eröffnete, hat sich in Albanien etwas verändert. Mindestens drei Tote sind zu beklagen; die Schwerverletzten sind auf die Krankenhäuser der Stadt verteilt. Die albanische Staatsanwaltschaft ermittelt.

So banal es klingt: Die Toten und Verletzten können in die albanische Geschichte eingehen, weil sie das Bewusstsein des albanischen Volkes verändern und einen innen- und außenpolitischen Wandel herbeiführen. Edi Rama hat sich diesen Wandel zum Ziel gesetzt.
„Das albanische Volk braucht einen Neuanfang. Dazu gehören eine neue demokratische Verfassung, schonungsloser Kampf gegen Korruption und mafiöse Strukturen sowie innenpolitische Stabilität“, so Rama. „Ohne diesen Wandel sind Investitionen in die Zukunft Albaniens nicht möglich.“

Rama setzt auf politische Unterstützung der Europäischen Union, insbesondere aus der Bundesrepublik Deutschland und Österreich, sowie zusätzlich aus der Schweiz. „Wir können von diesen Ländern viel lernen und dadurch die Attraktivität Albaniens für Investoren stärken.“ Rama sieht insbesondere im Tourismusbereich große Chancen: hunderte Kilometer unberührte Strände können im Einklang mit umwelt- und naturschützenden Maßnahmen erschlossen werden. Ohne lärmenden Massentourismus, sondern im Einklang von Naturerlebnis, Erholung und Ruhe. „Eine Karibik Europas“, fasst Rama seinen Traum zusammen. Hinzu kommt das kulturelle Erbe Albaniens, das es zu schützen gilt und verstärkt einer internationalen Öffentlichkeit ans Herz gelegt werden soll. „Lohn und Brot für das albanische Volk“ sollen seine Träume ermöglichen, um so auch der Kriminalität im eigenen Lande Herr zu werden. „Wir wollen anderen Völkern nicht zur Last fallen, sondern ein verlässlicher Partner für Europa und Investoren werden.“

Im Kampf gegen die Missstände im eigenen Land ist Rama zu einer engen Kooperation mit der EU bereit: „Wir brauchen Beobachter, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Mein Vaterland steht vor weitreichenden Reformen, die ich mit und für die Europäische Union umsetzen möchte.“

Bereits bei der Totenehrung am Freitag in Tirana wird sich zeigen, ob der Wandel tatsächlich begonnen hat und die Gewehre schweigen.

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