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Manager arbeiten wieder kürzer - Ergebnis einer Studie des DFK


Essen, 07.01.2013 – Zum ersten Mal seit langem kann von einer leichten Entschärfung der Arbeitszeitsituation von Führungskräften gesprochen werden.


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Wirtschaft / Gewerbe vom 10.01.13 - 11:07 Uhr:

 

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Berufsverbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK, bei der fast 4.000 deutsche Manager zu ihrer Arbeitszeit befragt wurden. Mit durchschnittlich 50 Wochenstunden liegt die Arbeitszeit deutscher Manager weiter auf hohem Niveau, aber doch unter den Vorjahresergebnissen.


In der ersten Führungsebene unterhalb der Unternehmensleitung wird danach 52 Wochenstunden, in der zweiten Ebene 51 und in der dritten Ebene 47 Stunden gearbeitet. Eine spürbare Entspannung hat es nach der DFK-Studie vor allem in der ersten Führungsebene gegeben. Hier war es vor Jahresfrist noch so, dass 25% der befragten Manager mehr als 60 Wochenstunden arbeiteten. Dieser Wert ist jetzt auf 54 Stunden zurückgegangen.

Bei den Vorständen und Geschäftsführern ist diese Entwicklung aber noch nicht überall angekommen. Diese arbeiten unverändert durchschnittlich 60 Wochenstunden. Ein zumindest leichter Rückgang wie bei den übrigen Fach- und Führungskräften ist bei Vorständen und Geschäftsführern nur bei den Spitzenwerten festzustellen. So lag die Arbeitszeit von einem Viertel der Organvertreter in Großunternehmen im Vorjahr noch bei 65 Wochenstunden und hat sich jetzt wieder auf 60 Stunden eingepegelt. In kleineren Unternehmen ist die Arbeitszeit von Geschäftsführern auch in der Spitze sogar auf 56 Stunden zurückgegangen.

Gleichwohl sieht der Führungskräfteverband hier keinen Anlass, Entwarnung zu geben. „Dieser Rückgang der Arbeitszeit bedeutet nicht, dass die Führungskräfte nun ein entspanntes Leben hätten“, betont DFK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ulrich Goldschmidt. Der Druck, unter dem Manager stehen, sei weiterhin extrem hoch. „Die Verdichtung der Arbeit auf weniger Personen in den Führungsebenen, die Beschleunigung der Geschäftsabläufe, die Globalisierung mit Kunden und Geschäftspartnern auf der ganzen Welt und nach wie vor bestehende Forderungen nach ständiger Erreichbarkeit führen im Zusammenspiel mit hoher Verantwortung nicht nur zu langen Arbeitszeiten, sondern auch immer häufiger zu extremen psychischen Belastungen. Daraus resultierende Krankheitsfälle sind in den Unternehmen inzwischen an der Tagesordnung. Burn out ist dabei nur eines der vielen unterschiedlichen Krankheitsbilder“, so Goldschmidt weiter. Der Führungskräfteverband rät deshalb den Unternehmen, im Rahmen ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements verstärkt auch darauf zu achten, dass es bei den Führungskräften nicht zur Überforderung kommt. Auch bei den eigenen Führungskräften sei die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gefordert.

Grafiken zur Pressemitteilung sind als PDF-Download verfügbar.

Über DIE FÜHRUNGSKRÄFTE

Der Berufsverband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE (DFK) ist die branchenübergreifende Stimme der Führungskräfte in Deutschland. Der Berufsverband vertritt bundesweit rund 25.000 Führungskräfte des mittleren und höheren Managements auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Kernthemen sind dabei Arbeitsrecht und Arbeitsmarktpolitik, Sozialrecht und Sozialpolitik, Steuer- und Bildungspolitik sowie Umweltthemen. Darüber hinaus besetzt der Verband Branchenthemen u.a. aus den Bereichen Energie, Metall/Elektro, Stahl, Telekommunikation, Finanzen und Versicherungen. Die Mitglieder erhalten eine umfassende Unterstützung auf ihrem Karriereweg z.B. in Form von juristischer Beratung und Vertretung, vielfältigen Weiterbildungsangeboten und aktuellen Informationen aus dem Berufsleben. Zudem bietet der DFK über seine Regional- und Fachgruppen ein gut gepflegtes und weit verzweigtes Kontaktnetzwerk. Der Berufsverband ist in 21 Regionalgruppen unterteilt und hat seine Hauptgeschäftsstelle in Essen. Weitere Geschäftsstellen sind in Köln, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart. In Berlin ist der Berufsverband mit einer Hauptstadt-Repräsentanz vertreten.

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