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Norovirus- und Rotavirus-Epidemien durch Trinkwasser ausgelöst - Trinkwasser und Vogelgrippe


Deutsche Bundesregierung und Bundesbehörden stellen sich nicht dem weltweit bedeutsamen und von der WHO ernsthaft behandelten Problem der Viren im Trinkwasser


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Politik vom 26.12.07 - 08:37 Uhr:

 

 

Eine vorsorgende Gesundheitspolitik muss die Infektionsketten durchbrechen. Bei der Trinkwasseraufbereitung zur Virenelimination ist Deutschland Entwicklungsland. Die wirkungsvolle Trinkwasseraufbereitung würde die Kosten im Gesundheitswesen senken, nicht allein bei Norovirus- und Rotavirus-Infektionen, auch hinsichtlich anderer durch Trinkwasser übertragener Infektionen.


Die Kälte ist der mit Abstand wichtigste Faktor zur Konservierung ansteckender Viren, auch im Trinkwasser.

Die - ohne jeden vernünftigen Zweifel - durch fäkal verunreinigtes Trinkwasser primär ausgelöste Norovirus-Saison 2007/2008 hat in Deutschland in der 38. Woche begonnen: Exakt - wie jedes Jahr - bei Trinkwasserleitungstemperaturen von weniger als 15°C.

Norovirus-Infektionen haben nach kühleren Sommern (2002, 2004 und auch 2007) Herbstgipfel, wenn ansteckende Noroviren im Spätsommer in stehenden Gewässern bei Temperaturen von weniger als 15°C in der Sprungschicht zwischen dem tiefen kalten Wasser und der oberen warmen Wasserschicht eingeschichtet wurden. Während der herbstlichen Volldurchmischung der Wasserkörper bei 10°C (kälterer Bodensee 6°C) sinken die Noroviren zu den tiefer gelegenen Trinkwasserentnahmen ab oder gelangen von den stehenden Oberflächengewässern in das Grundwasser. In Baden-Württemberg mit einem erheblichen Trinkwasseranteil aus dem tiefen und kalten Bodensee stellt sich das Herbstmaximum der Norovirus-Infektionen stets einen Monat später als z.B. in Sachsen mit seinen mittelgroßen Talsperren ein, weil das Bodenseewasser erst gegen Ende des Jahres voll durchmischt ist.

Nach wärmeren Sommern wie 2006 fallen die Infektionsmaxima mit den winterlichen Maxima der Kältesummen im Februar/März zusammen.

Die - ohne jeden vernünftigen Zweifel - durch fäkal verunreinigtes Trinkwasser primär ausgelöste Rotavirus-Saison 2007/2008 hat in Deutschland in der 43. Woche begonnen: Exakt wie jedes Jahr bei Trinkwasserleitungstemperaturen <12°C. Die Rotavirus-Saison 2007/2008 wird heftiger als die Saison 2006/2007 verlaufen, da im milden Winter 2007 weniger Kleinkinder als sonst erkrankten und deshalb jetzt überdurchschnittlich viele Kleinkinder noch keinen Immunschutz gegen Rotaviren besitzen. Das Infektionsmaximum wird sich mit dem Maximum der Kältesumme voraussichtlich im Februar/März 2008 einstellen.

Norovirus- und Rotavirus-Infektionen werden fäkal-oral entweder durch Lebensmittel oder das Trinkwasser ausgelöst. Lebensmittel haben in unserer Zivilisation das ganze Jahr über in etwa die gleiche Temperatur. Trinkwasser verändert im Jahresverlauf seine Temperatur ganz erheblich.

Welches andere seine Temperatur verändernde Medium kann die offenkundig von den Veränderungen der Temperaturen abhängigen fäkal-oralen Norovirus- und Rotavirus-Infektionen primär, also initial auslösen, so wie das Trinkwasser?

Auch die lebensgefährliche H5N1-Vogelgrippe kann bei Wassertemperaturen von weniger als 7°C mit dem Trinkwasser aus zentralen Wasserversorgungsanlagen übertragen werden, so wie bei den Vögeln mit dem Tränkwasser.

Im heißen Klima, den Tropen, ist die Influenza nach Überschwemmungen in der Regenzeit nach extremen Niederschlägen typisch, ja „natürlich“. Die Virulenz von Influenzaviren hängt von der Temperatur und der Zeit ab. Wenn junges, frisch kontaminiertes Wasser aus flachen örtlichen Brunnen, Zisternen, Tanks, Regenfässern oder Reißfeldern getrunken wird, kann die Temperatur von Wasser mit virulenten Influenzaviren weit höher sein. Influenzaviren sind bei 24°C noch etwa 2 Tage virulent.

Das Oberflächenwasser und das Grund- sowie Quellwasser sind auch in Deutschland keineswegs frei von Viren. Die Trinkwasseraufbereitung in Deutschland erfüllt regelmäßig bei weitem nicht die Anforderungen der WHO und der USA an die Vireneliminationsleistung. Desinfektionsverfahren bringen wenig, weil Viruspartikel im Wasser nicht einzeln, sondern verklumpt vorkommen und deshalb von herkömmlichen Desinfektionsmitteln wie Chlor nicht erreicht werden können.

Die Ultra- und die Nanofiltration sind in der Lage, Viren aus dem Trinkwasser zu filtern, und das ohne jeden Zusatz von Chemikalien.

Eine vorsorgende Gesundheitspolitik muss die Infektionsketten durchbrechen. Die wirkungsvolle Trinkwasseraufbereitung würde die Kosten im Gesundheitswesen senken, auch hinsichtlich anderer durch Trinkwasser übertragener Infektionen durch z.B. Adenovirus, Campylobacter, E.-coli-Enteritis, EHEC/STEC, Kryptosporidiose, Salmonellose, Yersiniose. Auch die H5N1-Vogelgrippe kann und wird mit dem Trinkwasser übertragen werden. Eine vorliegende epidemiologische Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die saisonale Influenza mit dem Trinkwasser primär, also initial übertragen wird.

Wilfried Soddemann
Freier Wissenschaftsjournalist
Bauassessor Dipl.-Ing.
Ltd. Regierungsbaudirektor i.R.
BBU e.V. Mitglied
Bundesverband Buergerinitiativen Umweltschutz
dugi e.V. Mitglied
Deutsche Umwelt-Gesundheits-Initiative
IGUMED e.V. Mitglied
Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin
eMail: soddemann-aachen@t-online.de
Homepage: dugi-ev.de/information.html
Epidemiologische Analyse: dugi-ev.de/TW_INFEKTIONEN_H5N1_20071019.pdf

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