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Barrierefreiheit mit Java – Markus Lemcke referierte beim Accessibility Day der Hochschule der Medien in Stuttgart


Markus Lemcke war als Referent für Barrierefreie Softwareentwicklung mit Java am 19. Juni 2015 in der Hochschule der Medien in Stuttgart bei Accessibility Day


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Software / Technik vom 26.06.15 - 08:40 Uhr:

 

 

Markus Lemcke ist körperbehindert von Geburt an. Seine Behinderung heißt "Spastik". Er hat sich auf Barrierefreheit in der Informatik spezialisiert und war am 19.6.2015 als Referent beim Accessibility Day in der Hochschule der Medien in Stuttgart. Er referierte über barrierefreie Softwareentwicklung mit der Programmiersprache Java.


Aufgrund seiner Körperbehinderung fand Markus Lemcke keine Festanstellung im IT-Bereich die von Dauer war. Deswegen gründete er im Jahr 2008 das Unternehmen Marlem-Software. Ziel des Unternehmens war und ist, es zu zeigen, dass eine Körperbehinderung nicht immer nachteilig ist, sondern auch Vorteile haben kann.

Markus Lemcke nutzte seine Programmierkenntnisse und spezialisierte sich auf Barrierefreheit in der Informatik. Er ist Experte in Sachen Barrierefreiheit bei Internetseiten, Software, Windows und Android. Lemckes Vision ist es, dass es eines Tages selbstverständlich ist, dass Webseiten, Programme und Betriebsysteme für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen uneingeschränkt nutzbar sind.

Aus diesem Grund ist Lemcke regelmäßiger Referent an Universitäten und Hochschulen um Studenten, hauptsächlich Informatiker, die Probleme von körperlich eingeschränkten Menschen darzulegen und wie diese durch barrierefreie Programmierung gelöst werden.

Die barrierefreie Softwareentwicklung liegt Lemcke sehr am Herzen. Barrierefreie Softwareentwicklung bedeutet, dass Software so entwickelt wird, dass diese von Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Einschränkungen bedient werden kann. Viele körperlich eingeschränkte Menschen finden nur einen Arbeitsplatz am Computer, weil die körperliche Einschränkung keine andere Möglichkeit bietet. Blinde Menschen nutzen eine Vorlese-Software um überhaupt am Computer arbeiten zu können. Diese Vorlese-Software nennt sich Screenreader. Wenn eine Software nicht barrierefrei ist, können Blinde mit dieser Software gar nicht arbeiten. Für sie ist barrierefreie Software ein Muss um überhaupt am Computer arbeiten zu können. Außerdem können Blinde keine Computermaus bedienen. Sie sind darauf angewiesen, dass die komplette Software per Tastatur bedienbar ist.

Am 19.6.2015 fand in der Hochschule der Medien ein Accessibility Day statt. Dr. Gottfried Zimmermann, Professor im Studiengang Mobile Medien organisierte diese Veranstaltung. Es waren mehrere Referenten eingeladen die über verschiedene Aspekte von Accessibility referierten. Accessibility ist englisch und bedeutet auf deutsch Zugänglichkeit bzw. Barrierefreiheit.

Markus Lemcke war ebenso als Referent auf dem Accessibility Day. Er Referierte über Barrierefreie Softwareentwicklung mit der Programmiersprache Java. Nach seinem Vortrag wurde Lemcke noch befragt von Professor Dr. Zimmermann zum Berufsleben als Accessibility-Experte.

Der Vortrag von Lemcke kann auf seinem Blog angeschaut werden.

Die Verantwortung und rechtliche Belangbarkeit dieses Artikels liegt ausschließlich beim unten genannten Redakteur!
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