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Republik China (Taiwan) fordert erneut Teilnahme an der WHO


Zwei Jahre nach ihrem Ausschluss aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont die Republik China (Taiwan) die Bedeutung ihrer Teilhabe an Veranstaltungen wie z. der WHA.


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Gesundheit / Medizin vom 17.05.19 - 13:40 Uhr:

 

Zwei Jahre nach ihrem Ausschluss aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont die Republik China (Taiwan) die Bedeutung ihrer Teilhabe an den Versammlungen der WHO. Auch Deutschland, Australien und Japan sprechen sich für eine Teilnahme Taiwans an der Organisation aus. Das Land leistet unverzichtbare Beiträge zum globalen Gesundheitsnetz.


Frankfurt, 16. Mai 2019 Auch dieses Jahr lädt die Weltgesundheitsorganisation WHO vom 20. bis zum 28. Mai zu ihrer 72. Jahresversammlung (WHA) in Genf. Seit zwei Jahren wird Taiwan auf Betreiben der Volksrepublik China nicht mehr als Beobachter geladen. Der taiwanische Außenminister Joseph Wu betonte, Taiwan habe bis heute lediglich an 49 technischen Konferenzen der WHO teilnehmen dürfen. Damit läge die Ablehnungsrate bei 70 Prozent. Je stärker der Druck Chinas sei, größer wäre die internationale Sichtbarkeit Taiwans. Die Unterstützung befreundeter Nationen sei in diesem Jahr stärker als je zuvor. Trotz seines Ausschlusses leistet das Land einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer flächendeckenden medizinischen Versorgung. Nun äußerten auch Deutschland, Australien und Japan, ebenso wie internationale Medizinorganisationen wie der Weltärztebund ihre Unterstützung einer Teilnahme Taiwans an der WHO. Die Bundesrepublik lehnt eine Politisierung internationaler Gesundheitsthemen ab.

Eine Beteiligung an der WHO würde es Taiwan laut seinem Gesundheitsminister Chen Shih-chung ermöglichen, seinen reichen Erfahrungsschatz beim Aufbau belastbarer Gesundheitssysteme und dem Bereitstellen internationaler medizinischer Hilfe einzubringen. Taiwans wichtigste Erfahrung in der Gesundheitsfürsorge, die das Land teilen könne, sei die Entwicklung einer staatlichen Krankenversicherung (National Health Insurance,NHI), die über 99 Prozent der taiwanischen Bevölkerung abdecke und deren Beiträge für eine gleichberechtigte Behandlung im Verhältnis zum Einkommen der jeweiligen versicherten Person festgesetzt würden.

Dieses Jahr stellte die Regierung zudem 6,54 Milliarden NT$ (187 Millionen Euro) bereit, um Arzneimittel für alle Hepatitis C-Patienten in Taiwan verfügbar zu machen. Schon fünf Jahre vor der anvisierten Frist der WHO, den Virus weltweit auszurotten, will Taiwan ihn bis zum Jahr 2025 im Inland vernichten.

Taiwan hat ein umfassendes Krankheitspräventionssystem eingeführt und beteiligt sich unter anderem mithilfe seines Nationalen Gesundheitsforschungsinstituts (National Health Research Institutes, NHRI) weltweit aktiv an der Kontrolle von durch Moskitos übertragenen Krankheiten und dem Kampf gegen Seuchen wie dem Dengue-Fieber und dem Zika-Virus.
Taiwans 2002 gegründetes internationales Gesundheitsfürsorge-Schulungs-zentrum bietet ausländischen Fachleuten Schulungen unter anderem in klinischer Medizin und Akupunktur sowie der Verwaltung von Gesundheitsfürsorge. Bis Ende 2018 hatten rund 1500 Mediziner aus 65 Ländern und Territorien Kurse absolviert.

Als herausragendes Beispiel ist hier der Mediziner Paul Bosawai Popora zu nen-nen, der nach einem zehnjährigen Medizinstudium in Taiwan wieder in seiner Heimat, den Salomonen, tätig ist und Taiwans Bemühungen für eine weltweit garantierte Gesundheit unterstützt. Ein Video zu diesem Thema gibt es unter folgendem Link: youtube.com/watch?v=0DjR5ESvkdY.

Die Welt braucht Taiwan als Mitglied der WHO und Teilnehmer an der WHA ebenso, wie Taiwan die WHO benötigt. Dies haben auch Länder wie Deutschland, Australien und Japan erkannt, die dieses Jahr ihre Unterstützung für Taiwans Aufnahme in die WHO ausdrückten und sich unter anderem gegen eine Politisierung weltweiter Gesundheitsfragen aussprachen.
Dieser Auffassung sind ebenso internationale Medizinorganisationen wie der Weltärztebund, der Europäische Ärztebund sowie der ständige Ausschuss europäischer Ärzte.


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