Home / Startseite

 


 

NEWS

 

Pressemitteilung zu den 7 Schritten der FMEA sowie der FMEA-MSR


Änderungen der harmonisierten FMEA Failure Mode and Effects Analysis des Verbands der Automobilindustrie und der AIAG Automotive Industry Action Group


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Wissenschaft / Forschung vom 12.11.19 - 11:30 Uhr:

 

Im Juni 2019 wurde der Rot-Blau-Band der FMEA-Harmonisierung vom Verband der Automobilindustrie VDA und der Automotive Industry Action Group AIAG freigegeben. Die Handbücher der beiden Dachverbände unterschieden sich bisher in wichtigen Punkten wie der Risikobewertung, Bewertungstabellen oder Abgrenzung. Dies hatte in der Folge häufig zu langwierigen Diskussionen geführt.


Im Juni 2019 wurde der Rot-Blau-Band der FMEA-Harmonisierung vom Verband der Automobilindustrie VDA und der Automotive Industry Action Group AIAG freigegeben. Die Handbücher der beiden Dachverbände unterschieden sich bisher in wichtigen Punkten wie der Risikobewertung, Bewertungstabellen oder Abgrenzung. Dies hatte in der Folge häufig zu langwierigen Diskussionen geführt. Mit einem einheitlichen Standard sind Unternehmen künftig nicht mehr gezwungen, ihre FMEA den unterschiedlichen Vorgehensweisen entsprechend anzupassen - vorausgesetzt, der neue Standard findet auch Einzug in die kundenspezifischen Forderungen (, was zu erwarten ist).

„De facto mussten in der Vergangenheit Zulieferer ihre FMEA je nach geforderter Richtlinie (AIAG oder VDA) kundenspezifisch anpassen“, berichtet Sven Spangenberger, Experte für Qualitätsmanagement im Bereich Risikomanagement im Partnernetzwerk der Rhein S.Q.M. „Die gegenseitige Anerkennung der unterschiedlichen Vorgehensweisen und Tools wird die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch über Kontinente hinweg, zwischen den Lieferanten und den Automobilherstellern, immens erleichtern“, führt Spangenberger weiter aus. Die „Failure Mode and Effects Analysis“, auf Deutsch „Fehler-Möglichkeits- und -Einfluss-Analyse", wird landläufig auch als „Auswirkungsanalyse“ bezeichnet. Sie ist eine analytische Methode, um Fehler zu vermeiden und setzt bereits zu Beginn der Entwicklung eines Produktes oder Prozesses an. Risiken werden vorbeugend betrachtet und systematisch minimiert bzw. beherrschbar gemacht.

Nun 7 Schritte statt 5 Schritte

Im Zuge der Harmonisierung wurde die Methodik um zwei weitere Schritte ergänzt. Mit Schritt 1 „Planung und Vorbereitung“ kommt in der FMEA nun ein richtiges Projektmanagement hinzu. Es sorgt für eine größere Transparenz in der Bewertung und einen wesentlich effizienteren Ablauf durch eine eindeutige Abgrenzung des Analyseumfangs. In der Praxis hört man häufig von den „5 Z’s“. Diese stehen sowohl im Projektplan als auch im Projektprotokoll: Zweck der FMEA, Zeitplan, TeamZusammensatzung, ein wichtiger Bestandteil des Teams ist hier ein Moderator, AufgabenZuweisung und WerkZeuge, damit sind unter anderem gemeint.

Im hinzugefügten Schritt 7 „Dokumentation“ werden nach dem kontinuierlichen Verbesserungsansatz die Ergebnisse dokumentiert. Diese Reflektion wurde bisher in den meisten Unternehmen vernachlässigt, da es kurzfristig mehr Aufwand bedeutete. Die Ergebnisse der „lessons learned“ sind jedoch sehr wertvoll, sie stellen die Basisdaten für künftige Entscheidungen dar. Mittelfristig können Unternehmen auf dieser Grundlage bzw. Übersicht wesentlich effektiver über Projektrisiken entscheiden. Bereits das Folgeprojekt wird durch diesen neu hinzugekommenen Schritt 7 bedeutend effizienter. Der Effizienzeffekt potenziert sich mit jedem weiteren FMEA-Projekt.

Neue Sichtweise

Eine völlig neue Betrachtungsweise bietet die hinzugekommene Monitoring und Systemreaktion, die sogenannte FMEA-MSR. Sie beschäftigt sich ausschließlich mit der Sicht des Endnutzers bzw. des Kunden. Ziel der FMEA-MSR ist die Aufrechterhaltung eines sicheren Zustandes oder die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben während des Kundenbetriebes. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Analyse liegt dabei auf der Feststellung, ob der Endbenutzer oder das System einen Fehler erkennt, wenn er auftritt. Auch werden mögliche Fehler, die unter normalen Betriebsbedingungen auftreten können und ihre Auswirkungen auf das gesamte System analysiert. Bedeutung, Häufigkeit und Monitoring werden bei der MSR auf einer Skala von 1-10 bewertet.

Beschreibt die Design-FMEA beispielsweise im Rahmen der Entdeckung die Eignung von Prüfungen für den Nachweis, dass die Anforderungen erfüllt werden, bewertet die FMEA-MSR dagegen die Funktionsweise der Überwachungsfunktion im Kundenbetrieb. U.a. soll durch die FMEA-MSR die Einhaltung der gesetzlichen (sowie Sicherheits-) Vorgaben betrachtet und deren Sicherstellung unterstützt werden. Bei der Analyse werden wieder die 7 Schritte der FMEA durchlaufen. Eigens für die FMEA-MSR hat die VDA/AIAG spezielle Tabellen mit einheitlichen Werten bereitgestellt.

Diese potenziellen Gefährdungen können z.B. aus der Auslegung kommen, so könnte beispielsweise das Aufleuchten eines Signals, wie z.B. die Airbagkontrollleuchte im Display, aufgrund einer defekten LED, nicht wahrgenommen werden. Durch das Erkennen möglicher Gefährdungen hilft die FMEA-MSR bei der Vermeidung von Personenschäden und sowie Produkthaftungsfällen.

Die Verantwortung und rechtliche Belangbarkeit dieses Artikels liegt ausschließlich beim unten genannten Redakteur!

Kontaktangaben zu diesem News-Artikel:   Ähnliche News:
Firma: Rhein S.Q.M. GmbH Fallbeispiel Online-PR: In 3 Schritten auf Seite 1 bei Google...
"Qualitätsmanagement-Weiterbildung ist wie Schwimmen lernen!"...
Pressemitteilung vom 02.10.2008 Dual, international und praxisnah studieren...
Neuheit: Gartenhauskonfigurator Super einfach mit Endpreis und Bestellprozess Bu...
Pressemitteilung: Webagentur WebNew startet deutsche Silverstripe Community...
Weltbild.de setzt auf Web-TV: Online-Videos zu vielen Produkten...
Pressemitteilung vom 05.1.2009 Tag der offenen Tür an der EUFH:...
WebSite X5 mit Publikumspreis „Software des Jahres 2009“ von Softwareload ausgez...
In 5 Schritten Online-PR Kampagnen für 2014 erfolgreich planen...
Haben Sie Schwierigkeiten, eine Pressemitteilung zu erstellen?...
Anschrift: Ebereschenweg 2a
67067 Ludwigshafen
Telefon:
E-Mail: an Kontakt schreiben
Homepage: https://www.qm-projects.de
Ansprechpartner/in: Wolfgang Rhein
Position:

Angaben zum verantwortlichen Redakteur:
Name: Wolfgang Rhein
Firma: Rhein S.Q.M. GmbH
Anschrift: Ebereschenweg 2a, 67067 Ludwigshafen, Deutschland
E-Mail: an Redakteur schreiben
Telefon: +49 9373 2057272


Kategorien: Banken / Finanzen | Beruf / Bildung | Bücher / Literatur | Computer / Internet | Freizeit / Spiel / Hobby | Gesellschaft / Personalien | Gesundheit / Medizin | Grundstücke / Immobilien | Handwerk / Bau | Industrie / Handel | Kunst / Kultur | Marketing / Werbung | Medien / Zeitungen | Nachrichten / Telekommunikation | Politik | Produkte / Innovationen | Recht / Gesetz | Reisen / Verkehr / Unterkünfte | Show / Unterhaltung | Software / Technik | Sonstiges | Sport / Wettkampf | Umwelt / Energie | Vereine / Verbände | Wirtschaft / Gewerbe | Wissenschaft / Forschung