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Vierte Pressemitteilung vom „Netzwerk für Tiere Köln“ zum Rosenmontagszug 2020 08. März 2020 Kölnerizten das NTK


Leid der Pferde im Kölner Rosenmontagszug mit Kameras dokumentiert. Viele Filme von Kölnerinnen und Kölnern gefilmt


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Sonstiges vom 10.03.20 - 08:42 Uhr:

 

Die Dokumentation der Verstöße gegen das Tierschutzgesetz geschah aus dem Zuschauerbereich. Das Netzwerk für Tiere Köln hat dabei zu keinem Zeitpunkt den Ablauf des Rosenmontagszugs gestört.


Das Netzwerk für Tiere Köln (NTK) hat, wie angekündigt, mit vielen Tierschützerinnen und Tierschützern das Leid der Pferde im Kölner Rosenmontagzug dokumentiert. Darüber hinaus wurde dem NTK eine Vielzahl an Filmen von Kölnerinnen und Kölnern zugesendet. Jetzt werden hunderte Datenträger mit Unterstützung der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) sorgfältig ausgewertet. Wie angekündigt werden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz (TierSchG) zur Anzeige gebracht.

Zuvor wird das Netzwerk die von Herrn Konrad Peschen (Leiter des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes der Stadt Köln) angebotene Gesprächsbereitschaft aufgreifen und ein Treffen anregen, um auf Basis der gewonnen Daten die nach wie vor nicht hinnehmbare Situation der Pferde im Kölner Karneval zu besprechen.

Über das NTK
Im „Netzwerk für Tiere Köln“ arbeiten verschiedene Tierschutzvereine und -organisationen aus dem Kölner Raum zusammen. Dabei bringt jeder Verein und jede Organisation seine Fokusthemen in das Netzwerk ein. Gemeinsam werden Ziele definiert, die dann auch gemeinsam verfolgt werden. Für das NTK die beste Basis, um sich mit Kopf und Herz für das Wohl von Mensch und Tier und ein harmonisches Miteinander einzusetzen.

Darum gehören Pferde nicht in ( Karnevals- ) Züge:
Missachtung des Tierschutzgesetzes:

Verstoß gegen das Tierschutzgesetz (§ 3 Satz 1 Nr. 6) und das Grundgesetz (Artikel 20a, Tierschutz seit 2002 mit Verfassungsrang)(Quelle: Kommentar Tierschutzgesetz Hirt/Maisack/Moritz) Verstoß gegen § 3 Satz 1 Nr. 6 Tierschutzgesetz:

Verbot der Schaustellung von Pferden, sofern damit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind

… einfache Schmerzen, Leiden oder Schäden sind dabei ausreichend, keine Erheblichkeitsschwelle zu beachten

… Angst und der Wesensart des Pferdes zuwiderlaufende Einwirkungen gelten ebenfalls als Leid

… eine Rechtfertigung aus vernünftigem Grund ist nicht möglich … dieser Verstoß ist bußgeldbewährt gem. § 18 Tierschutzgesetz mit bis zu 25.000 € … und ergibt einen Handlungszwang für die zuständige Behörde gemäß § 16a Abs. 1 Satz 1 Tierschutzgesetz: „Die zuständige Behörde trifft die zur Beseitigung festgestellter Verstöße und die zur Verhütung künftiger Verstöße notwendigen Anordnungen.“ Beispiele für zahlreich beobachtetes Pferdeleid während des Rosenmontagszugs:
Einsatz scharfer Gebisse (z.B. Kandaren) zur Kontrolle über Schmerzeinwirkung

„Rollkur“: Überdehnung des Nackens durch Ziehen des Pferdekopfes bis auf die Brust mit dem Ziel der Gefügigmachung/Unterordnung [Klick hier]

Gewalteinwirkung, z.B. Schlagen

Nachfolgende Beobachtungen beziehen sich auf die Rosenmontagszüge 2018 und früher. Für das Jahr 2019 wurden neue Maßnahmen durch das Festkomitee Kölner Karneval erlassen, die einige der von uns genannten Kritikpunkte aufgreifen. Da im Rosenmontagszug 2019 keine Pferde mitliefen (Sturm), kann über deren Umsetzung und Wirksamkeit derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Zudem hat das Landesumweltministerium weitere Maßnahmen für den Rosenmontagszug 2020 festgelegt.

An dieser Stelle wiederholt das NTK ausdrücklich, dass all diese Maßnahmen nicht ausreichend sind, Verstöße gegen das Tierschutzgesetz (siehe oben) zu verhindern! Es fehlen insbesondere das Verbot scharfer Gebisse (Kandaren etc.) und der sog. „Rollkur“, welche für die Tiere mit Schmerzen verbunden und deshalb bei einer Schaustellung wie dem Rosenmontagszug nicht erlaubt sind.

Wir listen die aus unserer Sicht wichtigsten, neuen Maßnahmen dennoch nachfolgend auf, um das Bild zu vervollständigen:

„Vorherige Gelassenheitsprüfung nach dem Reglement der Deutschen Reiterliche Vereinigung (FN)“
Zitat Hans-Joachim Jennes, Reiterkorpsführer der Ehrengarde, Kölnische Rundschau vom 28.02.2019: „Die Gelassenheitsprüfung, die das Pferd bestehen muss, kann die Anforderungen Rosenmontag nur bedingt simulieren.“

… dem hat das NTK nichts hinzuzufügen!

„Vor jeder Pferdegruppe soll ein LKW fahren“
Kommentar NTK: Der Unfall 2018, wo Kutschpferde sehenden Auges mit voller Geschwindigkeit direkt in einen LKW rennen, wurde demnach als Vorbild für eine Maßnahme genommen. Das hat mit Tierschutz nichts zu tun und ist einfach nur widerwärtig!

„Mehr Drängelgitter zum Schutz der Zuschauer“ und „Ausweichmöglichkeiten für Pferde und Kutschen, um Engstellen zu vermeiden“
Frage des NTK: Wie passen diese beiden Maßnahmen zusammen?

„Reiter müssen Praxis nachweisen, den Deutschen Reitpass besitzen“

„Gewichtsbeschränkung: Reiter und Zubehör maximal 15% des Pferdegewichts“

„Verbot von Alkohol, Rauchen, Drogen und Handynutzung für mit Pferden befasste Personen“

„Spezieller, mit den Pferden mitlaufender Ordner-Dienst“

„Musik leiser drehen, wenn Pferde passieren“

„Positionierung von Pferdegruppen vor oder hinter einer Musikkapelle ist untersagt“

„Verbot der sogenannten „Pauken-Pferde““

„Ein Tierarzt soll in zehn Minuten beim Pferd sein“

„Gesamte Einsatzdauer inkl. Transport maximal 9 Stunden, Pause nach 4 Stunden“

Einen lieben Gruß an die Gruppen, die auf den Einsatz von Pferden im Kölner Rosenmontagszug verzichten.
Wir freuen uns darüber, dass Sie beweisen:

Karneval kann auch ohne Tierleid wundervoll sein!

Die Verantwortung und rechtliche Belangbarkeit dieses Artikels liegt ausschließlich beim unten genannten Redakteur!

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