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Buchvorschau: "Drei Secondos - auf der Suche nach Identität"


Amor Ben Hamida's viertes Buch erscheint im Sommer und befasst sich mit der "zweiten Generation", den in Europa lebenden Nachkommen bikultureller Ehen...


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Bücher / Literatur vom 07.04.08 - 12:07 Uhr:

 

 

Drei unterschiedlich aufgewachsene „Secondos“ treffen sich zufälligerweise im Flughafen Zürich auf dem Weg nach Nordafrika, der Heimat ihrer Väter.

Die junge Fatima ist Tochter eines Tunesiers und einer Schweizerin. Ihr Vater verliess die Familie, als sie erst ein Jahr alt war. Im Alter von dreissig Jahren will sie sich auf eine Reise machen, von der sie nicht viel erwartet, lediglich ihren Vater zu finden, ihm ihre Meinung zu sagen und zurück zu kehren. Yves ist ebenfalls Sohn eines Tunesieer in die Schweiz fliegen, die ihm immer mehr zur Heimat wird.


In seinem vierten Buch mit dem Titel „Drei Secondos – Auf der Suche nach Identität“ widmet sich Amor Ben Hamida, selber Vater zweier Söhne aus bikultureller Ehe, einem brisanten und hochaktuellen Thema: Migration und Integration der zweiten, in Europa geborenen oder aufgewachsenen Generation ausländischer oder gemischter Paare. Dabei kommen die verschiedenen Kulturen, die Sprachen, die Religionen und Lebenseinstellungen der Herkunftsländer und der neuen Heimat der Secondos zur Sprache.

In seinem Roman erzählt er die Geschichten dreier junger Menschen, die in der Schweiz geboren oder aufgewachsen sind, und nun eine Reise in die Heimat ihrer Eltern, Tunesien, antreten. Die Motive sind verschieden, ihre Kindheit und Jugend auch, doch die Gemeinsamkeit ist eben dieses Land, diese Kultur, die sie kaum kennen, diese Sprache, die sie nicht verstehen. Die drei Secondos erzählen aus ihrer Sicht die Erlebnisse, Gefühle und Eindrücke ihres bikulturellen Lebens. Der Autor lässt aber gleichzeitig andere Familienmitglieder zu Wort kommen. Er zeigt damit die krassen Unterschiede in der Wahrnehmung und Beurteilung der gleichen Tatsachen, je nachdem, ob man dies- oder jenseits der Kulturgrenzen steht.

In seinem Buch „Drei Secondos“ verarbeitet Amor Ben Hamida das Thema der Integration und ihrer Grenzen und versucht dabei, beide Seiten zu mehr Verständnis und Akzeptant der jeweils anderen zu bewegen.

Die Schicksale dieser drei jungen Menschen sind bezeichnend und millionenfach in ganz Europa vorhanden. Amor Ben Hamida ist überzeugt, dass die Ausgrenzung der zweiten Generation ein grosses soziales Risiko birgt und dass auf der anderen Seite gerade die zweite und dritte Generation einen grossen Reichtum für die ganze Gesellschaft darstellt.

Aus dem Vorwort:
Liebe Secondos
Seht ihr? Man hat für euch schon einen Namen erfunden. Ihr seid nicht die Primos. Die Ersten sind in der Regel besser gestellt als die Zweiten, in jedem Spiel, aber das Leben ist eben kein Spiel und daher seid ihr, die Secondos, besser angesehen als eure Väter, die Primos. Von euch erwartet man, dass ihr besser angepasst seid, als eure Väter. Ihr habt es aber am schwersten. Wir, eure Väter, können jederzeit sagen, wir wollen uns nicht anpassen, weil wir nur in Transit sind in Europa. Ihr aber, was wollt Ihr für Argumente bringen? Dass eure Eltern euch nach ihren Prinzipien und Traditionen erziehen wollen? Das ist, wie wenn ich in einem Boot sitze und mich weigere, schwimmen zu lernen, weil ich ursprünglich aus der Wüste stamme! Ihr habt eben keine Entschuldigung und keine Ausrede für Nicht-Integration. Ihr werdet hin und her gerissen, einerseits zieht euch die Familie eures Vaters zu sich, will, dass ihr nach ihren Traditionen lebt, wünscht sich, dass auch ihr dieses Europa als vorübergehendes, notwendiges Übel anseht und bald wieder zu ihnen kommt. Andererseits werdet ihr von euren Freunden, Schulkameraden, Arbeitskollegen zur Teilnahme an ihrem kulturellen und sozialen Leben eingeladen und ermutigt.

Eure Sandwich-Position ist schwerer zu ertragen als unsere, denn wir haben uns bereits für die eine oder andere Seite entschieden. Ihr aber steht ständig unter diesem Einfluss der beiden Kulturen, die euch für sich gewinnen wollen. Es ist falsch, nur in der Wüste leben zu können und sich doch ins tiefe Meer zu getrauen. Genau so falsch ist es, ein guter Schwimmer zu sein, aber die Hitze der Sahara nicht zu ertragen. Ihr, die Secondos, tragt eben beides in euch: Sand und Wasser, heisse Sonne und kühlen Schatten, ihr seid eigentlich die Gewinner, die Ausgeglichenen, die mit den beiden Kulturen im Herzen.

So lange ihr klein seid, wird irgend jemand über eure Zukunft entscheiden. Vergebt, wenn der Entscheid falsch war. Das geht allen Eltern so. Aber wenn ihr gross genug seid, entscheidet selber. Es ist nie zu spät. Und es ist nie schwer, sich in die Mitte zu setzen, denn von beiden Extremen aus gesehen ist die Mitte das Nächste!
Ihr habt eine reiche zweite Heimat. Ihr habt mehr als jene dort, und mehr als diese hier. Ihr seid Träger zweier Kulturen, ihr seid die idealen Vermittler. Das ist eine edle und noble Aufgabe. Nehmt sie wahr. Verteidigt und erklärt, auf beiden Seiten. Um es mit einer leichten arabischen Übertreibung zu sagen: ihr seid die Hoffnung dieser sich globalisierenden, geographisch näher kommenden, aber intellektuell und kulturell auseinander gleitenden Welt! Denn: ihr seid die grauen Elemente in einer schwarz-weissen Anhäufung! Das Schwarz kann niemals von sich aus heller werden, so wie das Weiss von sich aus nicht dunkler wird. Ihr aber tragt je eine Hälfte dieser Farben. Das kann euch niemand nehmen!

Und seht es doch von der richtigen Warte aus: hier werdet ihr beneidet um euere schöne Mischlingshaut, dort werdet ihr beneidet um eure Gesundheit, euer gutes Aussehen, eure Fähigkeit, eine andere Sprache zu reden. Neid, meine jungen Freunde, ist ein gutes Zeichen. Für den Beneideten!

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