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Akzeptanz bei den Wahltarifen noch gering. (M+M Versichertenbarometer 2008)


Aktuelle Umfrage: Versicherte zeigen nur geringes Interesse an den neuen Wahltarifen der gesetzlichen Krankenkassen


NEWS-EINTRAG aus der Kategorie Wirtschaft / Gewerbe vom 17.07.08 - 14:05 Uhr:

 

Mit der Gesundheitsreform haben die gesetzlichen Krankenkassen nun die Möglichkeit, ihren Versicherten individuelle Wahltarife anzubieten. Unter anderem können Versicherte bei vielen Krankenkassen Tarife mit Selbstbehalt wählen. Bei diesen Tarifen können die Krankenkassen in ihrer Satzung vorsehen, dass Mitglieder jeweils für ein Jahr einen Teil der von der Krankenkasse zu tragenden Kosten übernehmen können.


Bei Tarifen mit Beitragsrückerstattung können die Kassen für Mitglieder eine Prämienzahlung vorsehen, wenn sie und ihre mitversicherten Angehörigen im Kalenderjahr keine Leistungen zu Lasten der Krankenkasse in Anspruch genommen haben. Laut einer aktuellen Umfrage des Focus gehen 70% der Kassen-Chefs davon aus, dass die neuen Tarifangebote positive Auswirkungen für die Versicherten beinhalten (vgl. Focus 5/2008). Doch inwieweit werden diese Tarife von den Versicherten genutzt?

Im Rahmen des M+M Versichertenbarometers 2008 wurde dieser Frage nachgegangen. Es wurde gefragt, ob die Versicherten bereits die Möglichkeit genutzt haben, einen individuellen Wahltarif abzuschließen. Im Falle einer Verneinung wurden die Versicherten des Weiteren gefragt, aus welchen Gründen sie die neuen Tarifmöglichkeiten noch nicht genutzt haben.

Der weit überwiegende Anteil der Versicherten gab an, noch keinen Wahltarif abgeschlossen zu haben. Nur 10,5% der Befragten bejahten den Abschluss eines individuellen Wahltarifs. Als Grund, warum die neuen Möglichkeiten nicht genutzt wurden, gab über die Hälfte der Befragten an, sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt zu haben. Weitere 33,7% der Versicherten sagten, dass sie bisher keine Informationen/ Angebote über Wahltarife von ihrer Krankenkasse erhalten hätten.

In der Detailanalyse wird deutlich, dass tendenziell vor allem die Versicherten der Innungskrankenkassen und der Deutschen Angestellten Krankenkasse bereits die Angebote ihrer Kassen bezüglich individueller Wahltarife nutzen. In den anderen Kassen liegt die Beteiligung an den Wahltarifen unter 10%. In einer Untersuchung des BKK Bundesverbandes zu Beginn des vorangegangenen Jahres zeigten sich noch vor allem IKK-Versicherte deutlich weniger aufgeschlossen gegenüber Wahltarifen als die übrigen Versicherten in der GKV (vgl. Die BKK 5/2007).

Parallel zu den Ergebnissen des BKK Bundesverbandes zeigt sich auch im M+M Versichertenbarometer 2008, dass Versicherte, die in der Vergangenheit häufiger ihre Krankenkasse gewechselt haben, die individuellen Wahltarife bereits stärker genutzt haben als andere Versicherte. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Versichertengruppe aufgrund ihrer Wechselhäufigkeit sich wesentlich intensiver mit den aktuellen Angeboten der einzelnen Kassen auseinander setzt und so Wahltarife in ihre Entscheidungsprozesse miteinbezogen haben.

In einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung Anfang 2007 der M+M Management + Marketing Consulting GmbH (Kassel) und der USUMA GmbH (Berlin) zu den neu geschaffenen Möglichkeiten der freiwilligen Wahltarife zeigte sich, dass das Interesse der Versicherten nur begrenzt ausfiel. Knapp ein Drittel der befragten Bundesbürger (30,3%) fand die neuen gesetzlichen Wahlmöglichkeiten interessant bzw. sehr interessant, dagegen 35,5% uninteressant bzw. völlig uninteressant. 34,2% der Befragten zeigten sich damals noch unschlüssig in ihrer Bewertung.

In der Regel lohnen sich nach vielen Expertenmeinungen die neuen Wahltarife für den Versicherten nur, wenn er über den Zeitraum von drei Jahren weitgehend gesund bleibt, und sind attraktiv für Gutverdiener, weil sie bei prozentualen Rückzahlungen mehr wiederbekommen als Personen mit geringeren Einkommen. Die Wahltarife – insbesondere mit Bindung – sind also nur für eine eingeschränkte Zielgruppe interessant. Dies wird durch die M+M Umfrage auch klar bestätigt: Betrachtet man die Ergebnisse nach sozialen Gruppen, dann zeigt sich, dass das höchste Interesse bezüglich der neuen Angebote bei den jüngeren Versicherten mit hohen Einkommen liegt.

Bereits im Rahmen der 4. Delphi-Studie zur Zukunft des Gesundheitswesens aus dem Jahr 2005 wurde deutlich, dass mehr Wahlmöglichkeiten für die Versicherten nur geringfügig im Fokus der Versicherten stehen. Wesentlich wichtiger laut Studie ist dagegen die Senkung der finanziellen Belastung. Ob also durch die neuen Wahltarife der Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung gestärkt wird, bleibt daher abzuwarten.

Den Studienbericht zum M+M Versichertenbarometer 2008 können Sie direkt unter m-plus-m.de bzw. per Mail bei Herrn Opitz bestellen.

Kontakt und weitere Informationen:
M+M Management + Marketing Consulting GmbH
Frank Opitz
Holländische Str. 198
34127 Kassel
Tel: 0561-70979-17
Fax: 0561-70979-18
opitz@m-plus-m.de
m-plus-m.de


M+M – Das Unternehmen:

Die M+M Management + Marketing Consulting GmbH wurde 1996 gegründet. Sie ist die Tochter der seit 1984 von Prof. Dr. Armin Töpfer geführten Forschungsgruppe Management + Marketing. M+M berät namhafte Unternehmen auf nationaler und internationaler Ebene.

M+M verbindet in seinem ganzheitlichen Beratungsansatz Marktforschungs- und Managementkonzepte mit dem Ziel, Business Excellence umzusetzen, den Unternehmenserfolg zu steigern und den Unternehmenswert zu erhöhen.

Aktuelle Informationen, News und kostenlose Downloads zum Thema Versichertenbefragungen, Kundenzufriedenheitsanalysen sowie zum gesamten Leistungsspektrum von M+M (Management der Kundenbindung, Kundenbefragungen, Versichertenbarometer, Kundenzufriedenheitssiegel, Wettbewerbsanalysen, Mitarbeiterbefragungen, Patientenbefragungen, personenbezogene Vorgesetztenbewertung, Interne Dienstleisterbefragung, 360-Grad-Beurteilungen, Beschwerdemanagement, Balanced Scorecard (BSC), Six Sigma, Werttreiber-Management, Prozessoptimierung etc.) finden Sie auf unserer Homepage m-plus-m.de oder six-sigma-akademie.de


M+M Versichertenbarometer kurzgefasst

Im Rahmen einer repräsentativen Befragung werden regelmäßig seit 2005 über 1.000 gesetzlich und privat versicherte Bundesbürger telefonisch bezogen auf ihre Wahrnehmung der Krankenkasse, bei der sie derzeit versichert sind, befragt.

Die Befragung erfolgt in strukturierten Telefoninterviews nach der Methode des Computer Assisted Telephone Interview (CATI) anhand eines eigens dafür von M+M (Forschungsgruppe Management + Marketing) entwickelten Fragebogens durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut USUMA GmbH in Berlin.

Die Planung und Durchführung der Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Forschungsgruppe Management + Marketing in Kassel, der TU Dresden (Lehrstuhl für Marktorientierte Unternehmensführung) und der USUMA GmbH in Berlin.

Die Befragten des M+M Versichertenbarometers werden nach einer mehrstufig geschichteten Zufallsauswahl repräsentativ und proportional zur Bevölkerung nach Bundesländern ausgewählt. Die Personenauswahl erfolgt deutschlandweit in den Haushalten für die Personen im Alter von 18 Jahren und älter nach dem last birthday Verfahren.

Insgesamt müssen die Krankenversicherten bei der repräsentativen Befragung mehr als 70 Fragen beantworten. Zum Spektrum der Themen gehörten allgemeine Fragen zur Krankenkasse, zum Leistungsumfang und Angebot der Krankenkasse, zur fachlichen Beratung bzw. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, zur Information und Kommunikation, zu den Service- und Beratungsleistungen, zum Image/ Ansehen sowie zur generellen Bewertung (Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, Loyalität, Sympathie, Cross Buying etc.).

Das M+M Versichertenbarometer ermöglicht jährlich die neuesten Informationen bezogen auf:
- Daten und Fakten zur Versichertenzufriedenheit und Versichertenbindung im Krankenkassenmarkt,
- Zusammenhänge zwischen Anforderungen der Versicherten, ihrer Zufriedenheit und ihrer Bindung an die Kasse,
- Fortschreibung der Trends aus den letzten Jahren,
- Impulse zur Überprüfung und künftigen Ausrichtung der Marktpositionierung der Krankenkassen.

Die Verantwortung und rechtliche Belangbarkeit dieses Artikels liegt ausschließlich beim unten genannten Redakteur!

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